Eine authentische Astrologie der Sternenräume 
 

Gesellschaft im Wandel


Astrologische Deutungen haben mit Prozessen zu tun, in denen sich nicht nur Konstellationen ineinander verzahnen, sondern in denen sich auch zurückliegende Ereignisse wieder in Erinnerung rufen können. Manche Konstellationen am Himmel sind zudem so prägend, dass sie eine ganze Epoche beeinflussen.

Dies gilt in einem besonderen Maße für den Eintritt Plutos in den Steinbock im März 2020.


Der Raum des Steinbocks

Der Steinbock ist bekannt für seine Ernsthaftigkeit, seine Ausdauer, seine Strukturiertheit und auch seine Strenge, mit der er nur zulassen möchte, was saturnisch auf Herz und Nieren geprüft wird. Auf diese steinböckische Weise lassen sich grundsätzlich Dinge von großer Tragweite realisieren.

So ist der Steinbock ein Meister der Manifestation. Und es ist natürlich auch kein Zufall, dass sich ein derartiger Sternenraum direkt neben dem Sternenraum des Schützen befindet, denn hier kann die ganze Energie des geläuterten Materie-Jets des großen Schwarzen Lochs im Zentrum unserer Galaxis genutzt und für Materialisierungen eingesetzt werden (mehr erfahren im PDF „Astrologie der Sternenräume“).


Pluto und der Steinbock

Pluto ist der Planet des Wandels und des Umbruchs. Im Gegensatz zu den plötzlichen Veränderungen des Uranus, ist der Wandel, den Pluto zu uns bringt, langsam, zeitweise kaum spürbar, dennoch aber alles umwälzend (mehr erfahren im "Channeling mit Pluto").

Sein Eintritt in den Steinbock im März 2020 und sein Wirken bislang sind auf jeden Fall spektakulär und wir haben in dieser Zeitspanne einen guten ersten Eindruck erhalten können, welche drastischen Veränderungen Pluto im Steinbock bewirken kann. Denn er begnügt sich nicht damit, nur an der Oberfläche zu kratzen, er wälzt sich tief in die Erde hinein und wirft hohe Furchen auf - langsam, stetig und radikal.

Pluto steht für die evolutionäre Kraft, die das Unechte und damit Instabile ans Licht bringt und immer das zerstört, was nicht wahrhaftig, was nicht harmonisch in der jeweiligen Zeit ist.

Damit ist Pluto beides: Zerstörer und Erschaffer, weil er Raum für das Neue, das Wahre, das Harmonische und das Zur-Zeitqualität-Gehörende schafft.

Pluto wurde erst 1930 entdeckt, wir Menschen haben also, was die astrologische Deutung anbetrifft, noch nicht so viele Erfahrungen mit ihm in den einzelnen Sternenräumen, denn er braucht 248 Jahre, um sie alle zu durchlaufen. Rechnet man 248 Jahre zurück, so kommt man mit den Jahren 1772 - 1792 in den Zeitraum der amerikanischen Unabhängigkeit und der französischen Revolution - eine Epoche, in der sich mit Pluto im Steinbock tatsächlich auf recht gewalttätige Weise große Wandlungen und Umbrüche in der Welt vollzogen.


Die Epoche von 2020 bis 2040

Zwar sieht es nicht so aus, als ob wir wieder in eine Ära der gewaltsamen Revolutionen hinein schlitterten, aber mittlerweile tritt unleugbar zu Tage: parallel zu Plutos Eintritt in den Steinbock im März 2020 wurde für uns eine weltweite Krise der Gesellschaft manifest, die noch lange nicht gelöst oder befriedet ist.

Durch diesen Raum des Steinbocks bewegt sich nun Pluto vorwärts wie eine Walze und zerbröckelt alle alten überfälligen Strukturen, um alles in seiner ganzen Tiefe durch zu pflügen. Nichts entgeht ihm, denn er bewegt sich quälend langsam 20 Jahre lang durch den Sternenraum Steinbock und nicht nur das: er durchläuft alle Punkte direkt und wieder rückläufig und wieder direkt.

Demnach finden auf jeden Fall drei Phasen seiner Passagen über jedes einzelne Grad im Steinbock statt, wobei sich diese drei Passagen in ihrer Qualität deutlich unterscheiden. Beim ersten Durchlauf werden alte, instabile Strukturen erschüttert. Wenn Pluto sich in seiner Rückläufigkeit nochmals über den jeweiligen Punkt bewegt, drängt uns seine Energie, hinein zu fühlen, was geschehen ist und was dies mit uns macht. Nach dem dritten Durchlauf können wir jedoch auch beginnen, das Zerstörte aufzuräumen und einen Anfang für Neues zu setzen (mehr erfahren „Der sensible Raum des Steinbocks“).


Das Leitmotiv


Allerdings ist Pluto nicht als einziger am Werk beim aktuellen Wandel der Gesellschaft. Besonders prägend waren und sind die beiden Gesellschafts-Planeten Saturn und Jupiter, die sich mit Pluto zusammen im Steinbock für über ein Jahr durchgängig aufhielten und zusammen mit Pluto das Leitmotiv der kommenden Jahre komponierten.

Jupiter und Saturn weisen uns nämlich explizit darauf hin, dass es bei dem aktuellen plutonischen Umbruch um einen grundsätzlichen Wandel der Gesellschaft geht. Und so zeigte dies auch die weltweite Situation von 2020 bis 2022:

Regulierungen und Kontrolle (Saturn) behinderten unübersehbar den freien Fluss (Jupiter) der Gesellschaft. Und zu den ersten Taktschlägen dieser Leitmusik zeigte sich die Seite der saturnischen Kräfte übermächtig, sodass mit den Einschränkungen der freie Fluss unserer Gemeinschaft nahezu zum Erliegen kam.

Dies warf für uns die Frage auf:

Wie viel Struktur und Sicherheit (Saturn) brauchen wir und wie viel freien Fluss (Jupiter)?

Eine Frage, auf die wir noch keine wirkliche Antwort gefunden haben in den letzten Jahren. Auch wenn wir hautnah und recht drastisch erfuhren, wie es ist, wenn der freie Fluss, also die Qualität Jupiters derart gefesselt ist.

Das Leitmotiv von Pluto, Jupiter und Saturn wird uns also noch eine Zeitlang begleiten, aller Wahrscheinlichkeit nach wird es für die ganze Epoche des Plutos im Steinbock aktuell bleiben.


Entscheidungen im Widder und Überdenken im Wassermann

Jupiter und Saturn haben sich seit ihrem Aufenthalt im Steinbock weiter im Tierkreis bewegt, Jupiter ist inzwischen im Widder angelangt, wo er uns bis Mai diesen Jahres dazu auffordern wird, unsere eigenen Impulse zu finden und dementsprechend auch Entscheidungen zu treffen (mehr erfahren "Jupiter im Widder" und "Channeling mit Jupiter").

 

 

Der Planet Saturn stellt uns seine Qualität des Prüfens zur Verfügung. Es mag mitunter anstrengend sein, immer eine Stimme in unserem Inneren – häufig die Stimme Saturns – zu vernehmen, die feststellt, dass irgendetwas noch nicht ganz so stimmt oder erkannt wurde, aber wenn es bei wichtigen Entscheidungen um Klarheit geht, dann kann diese Stimme in uns ein sicheres Gefühl entstehen lassen, dass nun alles auch wirklich passt.

Saturns Aufenthalt im Steinbock dauerte lange, denn von Anfang 2020 bis April 2022 hielt er sich ausschließlich im Steinbock auf und damit floss seine Energie in einem großen Ausmaß in die Kräfte ein, die bewahren wollten und die mit einer Unzahl von Regulierungen und Maßnahmen Sicherheiten schaffen wollten.

Seit Anfang 2023 befindet sich Saturn nun im Wassermann, und somit werden wir von ihm – vielleicht zuweilen etwas penetrant, wie wir mitunter seine Art empfinden - zu einem Überdenken eingeladen, was denn nun seit Beginn dieser Krise stattgefunden hat und wie wir mittlerweile die wichtige gesellschaftliche Frage sehen: freier Flusses versus Strukturen und Sicherheit.

Es besteht kein Zweifel, in einer funktionierenden Gesellschaft braucht es Regeln und Strukturen, doch die treibende Kraft für eine befriedigende Entwicklung entsteht durch Mut und Vertrauen und dem Einsatz der Einzelnen, möglichst zum Wohle des Ganzen.

Dies steht also aktuell auf dem Prüfstand und im Wassermann lässt Saturn nicht so schnell locker, sondern ruft uns immer wieder die Ereignisse der letzten Jahre – und unsere Gefühle dabei – in Erinnerung. Er fordert uns dazu auf, das gesellschaftliche Treiben genau für uns unter die Lupe zu nehmen, was sicher erschwert wird durch die riesige Informationsschwemme und einer nie dagewesenen Informationsverwirrung - "Fake news" wurden nahezu salonfähig und schienen plötzlich etwas anderes zu sein als Lügen.

Zum einen geht es also für uns im persönlichen Bereich darum, durch das Prüfen unsere eigene innere Wahrheit zu entdecken, zum anderen taucht mit Saturn im Wassermann auch unweigerlich an die Oberfläche, was tatsächlich stattgefunden hat. Wahrscheinlich werden weiterhin Wahrheiten aufgedeckt werden, die für manche nicht so einfach zu verdauen sind (mehr erfahren "Channeling mit Saturn").

DAS ERFAHRENE UND DESSEN WAHRHEITEN ZU VERDRÄNGEN WIRD MIT SATURN JEDOCH IMMER WENIGER MÖGLICH SEIN


Der Wandel und Prophezeiungen

Die aktuelle Leitmusik ist kein sonderlich beschwingtes Thema, vielmehr ist es so, dass nicht nur zahlreiche Ängste, Unsicherheiten und Verwirrungen bei uns Menschen entstanden, sondern dass sich in jener ersten Krisenzeit auch fest gezimmerte Meinungsblöcke formten, die sich mittlerweile recht unbeweglich zeigen, sodass sich kaum noch ein wahrer und offener Diskurs entwickeln lässt. Nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch im privaten Bereich bildeten sich Tabu-Themen heraus, bei denen wir das Gefühl haben, sie lieber nicht anschneiden zu wollen, damit wir nicht in Kategorien gesteckt werden, in Ecken gedrängt werden, wo wir drohen, aus der Sicht der anderen, aber von uns ungewollt, Teil eben dieser fest gefahrenen Blöcke zu werden.

Solche Meinungsblöcke sind gesellschaftlich bedenklich, denn zum einen lebt eine freie Gesellschaft vom freien Austausch (wofür wiederum Jupiter steht), zum anderen haben fest gefahrene Blöcke die Tendenz, heftig aneinander zu geraten, wenn sich dementsprechende Gelegenheiten bieten.

Sicherlich zeigt jedoch die gesamte brisante Situation, dass es tatsächlich um einen tiefgreifenden Umbruch für die gesamte Menschheit geht. Ein Umbruch, der immer wieder an die Prophezeiung der Hopi-Indianer vom 5. Zeitalter denken lässt, nach der unsere Gesellschaft von einem tosendem Fluss erfasst wird, der alte Strukturen mit sich reißt und bei dem jeder erfasst wird, der versucht, sich an ihnen oder am Ufer fest zu halten. Am besten würden wir durch diesen wilden Fluss gelangen, wenn wir uns vertrauensvoll der Strömung anvertrauten. Die Hopi geben uns also schon einen Hinweis, wie wir am besten durch die aktuelle Epoche kommen können: mit dem Vertrauen, dass dieser Wandel trotz seiner Heftigkeit sinnvoll ist und uns zu neuen Dingen führen wird.


Wir durchleben anscheinend durchaus eine Zeit, in der alte Prophezeiungen sich in den Konstellation der Gestirne wieder finden lassen. Allerdings nicht nur der akute Umbruch, sondern auch eine Chance, eine Möglichkeit, wo all dieser Umbruch hinführen mag.

Im Februar 2023 ist nämlich Neptun in sein eigenes Reich, die Fische eingekehrt, ein Ereignis, das nur ungefähr alle 150 Jahre stattfindet. Von dort aus strahlt er eine immense Liebes-Energie in unsere Räume – was auch in Aufstellungen immer wieder aufs Neue festgestellt werden kann. Neptun fordert uns auf, unsere Probleme auf spirituelle Weise zu lösen und indem wir erkennen, dass wir als Rasse Mensch am besten mit seiner Energie weiter kommen.

Neptuns Botschaft ist also nichts anderes als das, wozu spirituelle Lehrer uns im Laufe der Geschichte ein ums andere Mal aufgefordert haben:

EMPATHIE UND EINE VERBUNDENHEIT ZU ERLERNEN UND ANZUWENDEN, 

UM IN EINEM EIN MITEINANDER  ENTSCHEIDEN ZU KÖNNEN, 

WO EIN GEMEINSAMER WEG VON MENSCHHEIT UND PLANET ERDE HINFÜHREN KANN.

Jetzt, wo diese Botschaft wundervollerweise in den Sternen steht, sollten wir wohl auch anfangen, sie zu leben.



Zurück zum Hauptartikel "Das Jahr 2024"