Eine authentische Astrologie der Sternenräume 
 

Seelische Entwicklungschancen


Astrologische Deutungen

Wir verwenden astrologische Deutungen, um zu sehen, was die Zukunft bringt, auch um günstige Phasen zu ermitteln für unsere Vorhaben. Sie dienen ebenso unserem Bedürfnis, Erklärungen zu finden für aktuelle Geschehnisse oder sie weisen uns auf energetische Höhepunkte, auf Herausforderungen hin.
Aber dies ist eigentlich nur die Spitze des Eisbergs, es ist das, was ans Tageslicht, ins Bewusstsein dringt.
Der Eisberg selbst, also wie tief wir in diesen lebendigen kosmischen Organismus der Planeten und Gestirne eingebunden sind, ist ein gigantischer Vorgang, dem wir ständig und ohne Unterlass ausgesetzt sind. Es dringt zumeist nicht in unser Tagesbewusstsein, aber es läuft ununterbrochen in unserem Inneren, in unserem Unbewussten - sogar in unseren Zellen - ab und zwar direkt über die entsprechenden Energie-Einflüsse der Konstellationen, aber auch indirekt über die davon ausgelösten Geschehnisse.

Wir sind Teil dieses Gefüges, das uns Schritt für Schritt immer wieder neue Möglichkeiten des Verstehens und der Erkenntnis anbietet und uns so in unserer seelischen Entwicklung unter die Arme greift.


Rhythmen im Jahreslauf

Wenn die Sonne im Jahreslauf mit ihrem Gefolge, Merkur und Venus, durch den Tierkreis zieht, lösen sich ruhigere Phasen mit Zeiten intensiver Einstrahlung, aber auch Zeiten größerer Spannung ab. Konjunktionen werden kontinuierlich von der Sonne und ihrem Gefolge eingegangen.

Ganz persönlich werden wir also mit dieser intensiven Einstrahlung sowohl über unseren Wesenskern (Sonne) als auch unseren Verstandesanteil (Merkur) und unseren weiblichen Persönlichkeitsanteil (Venus)  (mehr erfahren "Unsere Persönlichkeitsanteile") mit der jeweiligen Energie überflutet und manchmal befindet sich auch Mars, der auf unseren männlichen Anteil einwirkt, mit dabei oder in der Nähe - wenn er nicht gerade seine eigenen Wege zieht.



Das Füllhorn der Konjunktion

So kommt aktuell beispielsweise jedes Frühjahr ein mächtiger Energiestrom zu uns, wenn die Sonne in Konjunktion mit Neptun geht. Da Neptun sich für einige Jahre in den Fischen, also in seinem eigenen Reich, befindet, gelangt von ihm eine besonders starke Kraft zu uns, die uns einlädt, ohne Angst unsere Spiritualität und Medialität zu entwickeln und zu lernen, in eine Verbundenheit mit anderen Menschen und der bewussten Natur zu kommen. In der Konjunktion mit der Sonne verstärkt sich dieser Einfluss wie durch ein Brennglas. 

In Zeiten der Konjunktion eines Gestirns mit der Sonne, wird also ein Füllhorn über uns ausgegossen und wir können uns, wenn wir wollen, mit unserem Wesenskern vollsaugen mit der Kraft des jeweiligen Planeten. Und natürlich ist uns diese Kraft nicht nur am Tag der Konjunktion zugänglich, vielmehr steigt sie schon Tage vor dem Treffen der Gestirne langsam an und schwingt sich ebenso über mehrere Tage aus. Zudem verwebt sich diese starke Energie noch mit den Konjunktionen von Merkur und Venus mit Neptun, die ja relativ zeitnah an die Sonnen-Konjunktion geknüpft sind.

Danach folgt - für dieses Thema - eine Zeit der Ruhe, wo unser System meist auf unbewusster Ebene das Erlebte für sich verarbeitet.



Kritisch um die Ecke schauen im Quadrat

Drei Monate nach dieser Konjunktion befinden sich Sonne (und Merkur und Venus) in einem rechten Winkel, also in einem Quadrat zu dem Planeten und damit in einem ganz anders gearteten Sternenraum-Einfluss, der uns häufig aus einer recht unvereinbar scheinenden Position noch einmal auf diesen Planeten und die Kraft, die er für uns darstellt, schauen lässt.

Damit können auf unbewusster Ebene Fragen auftauchen wie: "Was hat mir diese 'Füllhorn-Energie' gebracht? Und wie sehe ich aus meiner jetzigen Warte darauf?"

Wir können uns also in diesen Zeiten kritisch mit der Energie jenes Gestirns auseinander setzen, und zwar – denn Venus und Merkur bleiben ja immer im Umraum der Sonne – mit unserem Wesenskern, mit unserem mentalen Anteil und mit unserer weiblich annehmenden Seite.

Im Sternenraum der Zwillinge – denn von dort aus blicken wir zurück - ist die Sonne mit einer gewissen Leichtigkeit unterwegs, was weniger den Wunsch in uns bewirkt, ins tiefe Verstehen zu gehen. Eher sind wir geneigt, uns zu fragen: "Was bringt uns Neptuns Einladung, wenn wir uns doch auch nach Leichtigkeit sehnen? Ist beides für uns denn überhaupt vereinbar?"

In einer Quadrat-Stellung, also wenn wir "um die Ecke schauen", finden wir meist keine Lösung auf diese unbewussten Fragen, dennoch ist es für uns wichtig, mit ihnen konfrontiert zu werden, um in unserer inneren Entwicklung auch ein Gefühl für genau diesen Aspekt zu entwickeln.


 

Der mögliche unverstellte Blick der Opposition

Wieder drei Monate später durchläuft dann die Sonne (und ihr Gefolge) in einer Opposition den gegenüberliegenden Sternenraum des Planeten, wie in unserem Beispiel also Neptun.

Während ein Quadrat eine Spannung ist, die sich im scharfen 90° Winkel, zwischen eher unvereinbar zu nennenden Sternenräumen aufbaut, kann von der gegenüberliegenden Seite wieder aus einer, wenn man so will, unverbauten Sicht auf ein Gestirn geschaut werden.

Der erste kurze Blick zeigt uns zwar wahrscheinlich das gegenüberliegende Sternzeichen als recht konträr und wir empfinden vielleicht nur, dass wir weit entfernt sind. Wenn wir uns tiefer darauf einlassen, können wir in Oppositionen aber erkennen, dass die jeweiligen Sternenräume sich ergänzen in ihren Qualitäten, dass sie zusammen quasi ein holistisches Ganzes bilden. Und so sind wir in einer Opposition zwar im Tierkreis am weitesten entfernt vom anderen Gestirn, aber es bietet sich die Möglichkeit, aus dieser Sicht in ein tieferes Verständnis hinein zu kommen.

Bei dieser Opposition stehen wir also in den aktuellen Jahren mit unserem Wesenskern (Sonne) unter dem Einfluss der Jungfrau. Aus der Warte der Jungfrau mag der Sternenraum der Fische zunächst sehr beängstigend erscheinen, denn dort sehen wir in erster Linie das Chaos des "ALLEN-WAS-IST". Die Qualität der Jungfrau braucht erdhafte Bezüge und Anbindungen, um sich wohl zu fühlen und davon ist bei den Fischen absolut nichts vorhanden. Wenn wir uns jedoch nicht scheuen, von der Jungfrau aus, quasi wie mit einem Periskop, tiefer auf den gegenüberliegenden Sternenraum zu blicken, dann können wir Mut fassen und uns mit Hilfe der jungfräulichen Erdverbundenheit, diesem Raum der Fische nähern und zwar optimalerweise mit der Fähigkeit der Jungfrau, sich selbst Strukturen und Ordnungen zu erschaffen, die ihr Halt geben. So können wir - ganz jungfräulich -- beschließen, einzelne Themen dieses "ALLEN-WAS-IST" für uns zu erforschen, beispielsweise also das, was uns gerade spirituell interessiert, sei es frühere Leben, sei es die Astrologie oder vielleicht der Gottesbegriff. Und mit diesen Forschungen kreieren wir uns Bereiche in dieser unendlichen Weite der Fische, in denen wir uns auskennen, wodurch wir uns insgesamt sicherer fühlen können. Die Angst vor dem Gegenüber geht durch diese schrittweise Annäherung verloren und mit der Zeit können wir über diese "jungfräuliche Annäherung" vielleicht sogar erkennen, dass der Sternenraum der Fische sich mit dem der Jungfrau ergänzt.

Auf der anderen Seite können übrigens fische-geprägte Menschen, die sich in diesem "ALLEN-WAS-IST" zu Hause fühlen, meist die Erdanbindung der Jungfrau sehr gut gebrauchen, um hier in der Materie auch etwas zu bewirken und nicht wie ein Ballon ohne Halt in alle Richtungen verweht zu werden.
Beide Sternenräume erzählen uns also in ihrer Verbindung von der großen Weisheit, dass wirkliche Spiritualität eine Erdanbindung braucht und dass eine wahre Erdanbindung nur gelebt werden kann, wenn wir uns an die Spiritualität öffnen.

 

 

Nächster Blick um die Ecke

Nachdem uns also die Opposition der Sonne mit einem Gestirn, in unserem Fall also Neptun, die Möglichkeit gegeben hat, die Kraft jenes Gestirns aus einem komplementären Raum heraus wahrzunehmen, gelangt die Sonne drei Monate später erneut in ein Quadrat, diesmal von der anderen Seite des Tierkreises, genau gegenüber dem ersten Quadrat.
Wiederum in einer recht unvereinbar scheinenden Position schauen wir noch einmal um die Ecke auf diesen Planeten und die Kraft, die er für uns darstellt und fragen uns, wohin uns seine Energie gebracht hat und wie sie sich gerade aus unserer aktuellen Position heraus anfühlt.

Bei diesem Quadrat mit Neptun befindet sich die Sonne also im Schützen und wir schauen möglicherweise mit dessen feurigen Wunsch auf Neptuns Themen, die geschöpften Erfahrungen nun auch zu läutern und hinaus zu senden an ein weites Umfeld. Auch das ist ein Blick um die Ecke, der vielleicht nicht sehr befriedigend für uns ausfallen wird, da wir uns wahrscheinlich noch nichts Umfassendes erarbeitet haben, aber möglicherweise kann die vorhandene Spannung uns dazu veranlassen, konstruktive Aspekte zu entdecken.


 

Treffen auf einer weiterentwickelten Ebene

Nach weiteren drei Monaten wird sich die Sonne (mit Merkur und Venus) wieder dem Punkt der Konjunktion mit dem jeweiligen Gestirn annähern, denn die äußeren Planeten wie Pluto, Neptun, Uranus und auch Saturn bleiben länger als ein Jahr in einem Sternenraum. Die neue Konjunktion findet uns allerdings, auch wenn unsere Entwicklung unbewusst stattgefunden hat, auf einer anderen Entwicklungsebene wieder und wir können uns auf dieser Basis erneut von dem Füllhorn ihrer Energie umfluten lassen.

Die geschilderten Energie-Einstrahlungen (* siehe auch "Sextile, Trigone, Quincunxe etc.") finden also in einem ganz bestimmten Rhythmus statt, den unser Unterbewusstsein seit Jahrtausenden kennt und auf den wir sozusagen geeicht sind. Im Jahreslauf überkreuzt sich der Rhythmus eines Planeten mit dem von anderen, manchmal sehr auch direkt – was uns meist unmittelbar darauf hinweist, dass die jeweiligen Entwicklungschancen beider Vorgänge momentan stark miteinander verknüpft sind.

So kam es beispielsweise in den Jahren 2025 / 2026 zu einer lang andauernden Konjunktionsphase von Neptun mit Saturn, die uns aufgefordert hat, unsere spirituelle Anbindung (Neptun) genauestens zu prüfen (Saturn) und nur mehr das zu leben, was uns wirklich entspricht.

* Sextile, Trigone, Quincunxe etc.
Korrekterweise ist darauf hin zu weisen, dass auch andere Konstellationen, wie die günstigen Sextile (60°) und Trigone (120°) oder die eher unvereinbaren Quincunxe (150°) eine Rolle spielen und auch ihre ganz spezifischen Einflüsse haben. Jedoch ist sind die Einwirkungen von Konjunktion, Opposition und Quadrat weitaus am stärksten und so wurde der Übersichtlichkeit und des besseren Verständnisses halber darauf verzichtet, jene Konstellationen mit zu berücksichtigen.


Spirituelle Entwicklungschancen und astrologische Deutungen

In der neuen Epoche, die eine große Bewusstseinserweiterung für uns bereit hält, ist es natürlich möglich, diese kosmischen Prozesse, die wir seit Jahrtausenden kennen, nun auch nach und nach in unser Tagesbewusstsein aufzunehmen, insbesondere, wenn uns eine Thematik stark anspricht und betrifft.

Astrologische Deutungen können uns dann helfen, zu verstehen, um welche Problematik genau es sich dabei handelt und meist auch einen Ansatz liefern, wie wir damit umgehen können. Astrologische Aufstellungen bieten zudem die Möglichkeit, diese Themen zu vertiefen und zu verinnerlichen.

Eine zeitgemäße Astrologie sollte also - um unser Bild des Eisbergs vom Beginn wieder aufzunehmen - versuchen, nicht nur die Spitze des Eisbergs, nämlich die großen energetischen Höhepunkte und gesellschafts-relevanten Herausforderungen darzustellen, sondern den Eisberg selbst und damit die Möglichkeiten der seelischen Weiterentwicklung vermehrt heraus arbeiten. Meiner Ansicht nach wird dies in Zukunft immer mehr ein wesentlicher Aufgabenbereich der Astrologie werden.

Denn schließlich – wir wissen es ja - kommt es auf unsere persönliche Entwicklung an, wenn eine gesellschaftliche Weiterentwicklung stattfinden soll.