Jupiter - Leitstern im Krebs
Königsstern des Altertums
Jupiter ist nicht nur eines der hellsten Objekte am Himmel, sondern auch der größte Planet unseres Sonnensystems. Im Altertum wurde er als Königsstern verehrt. Voller Würde erscheint er uns immer noch und mit seiner Großzügigkeit möchte er uns auch zeigen, dass es in der Gesellschaft ein unbeschwertes Fließen und Glück geben kann.
Jupiter hält sich durchschnittlich ein Jahr in einem Sternenraum auf, manchmal sogar ohne rückläufig in das letzte Sternzeichen zurück zu fallen. Und so hat er sich im Sommer 2025 nur um ein paar Bogenminuten und für ein paar Tage in den Krebs hinein begeben, um dann wieder in die Zwillinge zurück zu gehen und erst zur Mitte des aktuellen Jahres 2026 betritt er diesen nächsten Sternenraum und lässt uns im Krebs ganz im Gefühl den bisherigen gesellschaftlichen Wandel erfassen.
Der Sternenraum des Krebses
Im Sternenraum des Krebses wirken Objekte, die uns zum einen begrenzen auf einen relativ kleinen Umraum, die aber auch reflektierend sind. Für einen Menschen mit starken Krebs-Qualitäten gibt es demnach kaum ein Ausweichen und er bekommt sich und damit seine Gefühle intensiv gespiegelt. Er wird dadurch sehr in sein Gefühl hinein gezwungen – ins schwappende innere Wasser und bei Gefühlsverwirrungen heißt es, sich zurückzuziehen und das emotionale Wasser wieder zum Ausgleich zu bringen.
Jupiter im Krebs bis Juli 2027
So lädt uns der Eintritt Jupiters in den Krebs im Juni 2026 ein, in unser Gefühl zu kommen besonders hinsichtlich unseres Umgangs miteinander - genau zu ergründen, wie es uns geht in unserem direkten Umfeld und auf einer größeren gesellschaftlichen Ebene.
Die Bedeutung von Gefühlen
Oft haben wir meist schon in der Kindheit gelernt, dass unsere Gefühle störend sind. Wenn wir die Frage genauer betrachten, weshalb Emotionen und Gefühle unerwünscht waren und sind, so kommen wir fast ausschließlich zu ein und demselben Ergebnis: Gefühle halten uns davon ab, zu funktionieren - sprich: so zu funktionieren, wie es andere gerne von uns hätten!
Bei Kindern können das natürlich die Eltern sein, die sich eine andere Reaktion des Sprösslings wünschen. In einem anderen - krasseren - Fall kann es auch ein Staat sein, der veranlasst, dass im Militärdienst Soldaten Gefühle - und eigene Entscheidungen - systematisch abtrainiert werden, damit jene als Werkzeuge, als Tötungs -Werkzeuge, dienen können. Denn wenn ein Soldat beim Töten ganz in seinen Gefühlen wäre, so würde er diese Tat in erster Linie auch sich selbst nicht antun wollen.
Je weniger ein Soldat also gelernt hat, seine Gefühle zu verdrängen, desto weniger kann er als Werkzeug funktionieren. Jedoch, auch wenn - beispielsweise durch entsprechenden Drill - ein Zustand des scheinbaren "Wenig-Fühlens" erreicht wird, zeigt sich, dass wir dennoch Fühlwesen bleiben, denn die verdrängten Gefühle geben keinen Frieden und in gravierenden Fällen zeigen sie sich in Form von Traumata, in ständig wiederkehrenden Ängsten und Flashbacks.
Emotionen und Gefühle sind nicht immer willkommen, es ist nicht immer einfach mit ihnen umzugehen, sie scheinen allzu oft sogar das Leben zu verkomplizieren.
Wozu sollen Empfindungen also denn überhaupt gut sein?
So mancher mag sich das fragen, der es vorzieht, eher im Verstand zu bleiben und die Dinge 'logisch' zu betrachten. Wie sinnvoll Gefühle sind, erweist sich möglicherweise erst, wenn man sich ihnen öffnet, denn sie zeigen uns an, was für uns stimmig ist und was nicht. Ein Mensch, der nicht als Soldat gedrillt wurde, wird die ungeheure Schwelle spüren, die sich für ihn vor dem Töten eines anderen Wesens aufbaut. Gefühle zeigen uns, wen wir lieben - dass wir so etwas Wunderbares wie Liebe überhaupt empfinden können. Gefühle sind die Verbindung zu unserem Herzen, das den Weg, den unsere Seele gewählt hat, sehr gut kennt. Unseren Herzensweg finden wir nur über Gefühle.
Selbst Emotionen, wie Wut und Angst, Ärger und Neid, die aus uns herausbrechen (lat. emovere= heraustreiben, erschüttern), zeigen uns an, in welchen Bereichen etwas nicht stimmt, wo wir uns noch nicht aufgefüllt fühlen. Wenn wir auf unsere Emotionen achten und ihre Spuren zurück bis zu ihren Ursachen verfolgen, so entdecken wir ein Gebiet, in dem noch Mangel herrscht für uns. Bei der Emotion Angst wäre dies also beispielsweise ein Mangel an Vertrauen. Wenn wir diese Emotion beachten, können wir uns also fragen: "Wie kann ich diesen Mangel für mich beheben? Wie schaffe ich für mich mehr Vertrauen...?".
Und so zeigen uns Emotionen und Gefühle - das Erfahrungsmedium des Krebses - unseren Weg in ein höheres Bewusstsein, denn wenn wir auf beschriebene Art mit unseren Gefühlen und Emotionen umgehen, werden die Eindrücke des Mangels immer weniger, wir füllen uns selbst auf und wir erwerben immer mehr Herzqualitäten, wie Geduld, Eigenliebe, Vertrauen in die Schöpfung etc.
Dies alles ist nun sehr von Bedeutung in den kommenden zwölf Monaten, wenn Jupiter sich im Krebs befindet. Diese Konstellation hat durchaus das Potential, uns in Situationen mit starken Gefühlen und Emotionen zu bringen und aufzurütteln. Möglicherweise zeigt sich auf diese Art auch ein Weg heraus aus unserer aktuellen Dumpfheit und Resignation, die politisches Unvermögen, Leistungsdruck, Verarmung und Kriege um uns herum uns haben entstehen lassen.
Konstellationen des Wechsels
Einen tieferen Einblick in den Wechsel eines Planeten in einen anderen Sternenraum bieten wie immer die Konstellationen, die diese Veränderung begleiten, denn sie weisen auf die wichtigsten Akzente des beginnenden Aufenthaltes hin.
In diesen Konstellationen zeigt sich, dass der Übergang von Jupiter in den Krebs begleitet wird von vielerlei Quadrat-Spannungen, die unsere angespannte gesellschaftliche Lage widerspiegeln, aber auch einer starken Nähe und Konjunktion zu Venus, was uns auch darauf hinweist, dass es durchaus zunächst um die Annahme der Situation geht – als Basis für unsere neuen Schöpfungen.
Quadrat-Spannungen stellen uns Fragen und im Einzelnen heißt das:
- Quadrat Jupiter – Chiron: Wie können wir heil werden und welche Art der Gesellschaft braucht es dazu?
- Quadrat Jupiter – Saturn: Was erkennen wir, wenn wir mit prüfenden Blick unsere aktuelle Gesellschaft betrachten?
- Quadrat von Chiron zu Pluto: Wie gelingt uns, unseren persönlichen Wandel mit unserem Heilwerden zu verbinden?
- Quadrat von Mars zu Pluto: Welche Handlungen liegen für uns an bei unserem persönlichen Wandel?
- Quadrat von Mondknoten zu Uranus: Wie lässt sich unser Seelenweg mit unserem Freiheitsgefühl in Einklang bringen?
- Mit der Quadrat-Spannungen von Merkur zu Neptun und Saturn blicken wir mit unserem mentalen Anteil zurück auf das Prüfen unserer spirituellen Vorstellungen und unseren Umgang damit.
- Die Opposition von Sonne und Lilith mag ankündigen, dass uns ggf. noch Situationen auf vorhandene (versteckte) Ängste hinweisen können.
Leitstern der aktuellen Entwicklung
In den letzten Jahren ist Jupiter zu einer Art Leitstern für die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung geworden und hat uns nach einem sehr mühevollen ersten Jahr 2020 im Steinbock mit seinen einjährigen Durchläufen durch Wassermann, Fische, Widder, Stier und Zwillinge mit unterschiedlichsten Qualitäten konfrontiert.
Mit dem Beginn des Umbruchs im Jahr 2020, in dem mit Pluto, Jupiter und Saturn im Steinbock eine Art Leitmotiv geprägt wurde (mehr erfahren „Der sensible Raum des Steinbocks“), das einen bedeutenden Wandel in der Gesellschaft einläutete, ging es ab April 2021 - mit Jupiter im Wassermann - darum, die Ereignisse und persönlichen Erfahrungen dieser herausfordernden und prägenden Monate für uns genau anzuschauen und zu prüfen, welche innere Wahrheit für uns zu Tage treten wollte. In den Fischen wies uns Jupiter 2022 darauf hin, wie wichtig es ist, die Entwicklungen auf spiritueller Ebene anzugehen und auch eine Verbundenheit zwischen uns Menschen anzustreben, während uns 2023 sein Aufenthalt im Widder massiv dazu aufgefordert hat, uns nach all diesen Erfahrungen und Erwägungen nun auch auf den Weg zu machen, und zwar jeder auf seinen ihm eigenen Weg, optimalerweise aus dem Herzen heraus geführt. Im Stier wies uns Jupiter 2024 darauf hin, dass es für uns eine gute innere Bindung an unseren Planeten braucht und es gilt, die Materie (wieder) lieben zu lernen und im Jahr 2025 lud uns Jupiter ein zu erkennen, wie sehr es der Offenheit und Leichtigkeit in unserer Gesellschaft bedarf.
Mit seinen Durchläufen durch die Sternenräume zeigte uns Jupiter also immer wieder die aktuellen Qualitäten, die wir als Einzelner brauchen, um miteinander eine neue Art der Gesellschaft aufzubauen.
Herausragende Konstellation in der Phase des Jupiters im Krebs
Bald nach seinem Eintritt in den Krebs kündigt sich ein wichtiges Ereignis in der aktuellen Entwicklung an: die Opposition Jupiter – Pluto (am 20.Juli).
Sechs Jahre ist es nun her, dass wir in die schon beschriebene gesellschaftliche Krise hineinglitten, die uns zunächst heftig herausgefordert hat durch immens einschneidende Maßnahmen. Es war der Auftakt zu einem generellen Umbruch in unserer Gesellschaft, der uns bis jetzt stark in Anspruch nimmt. Damals befand sich Jupiter zusammen mit Pluto und Saturn im Steinbock in einer regelrechten Enge und die große Frage wurde an uns gestellt, ob eine Gesellschaft mehr Struktur (Saturn) oder mehr freien Fluss (Jupiter) braucht (mehr erfahren „Der sensible Raum des Steinbocks“). Dementsprechend bildeten sich zwei große Lager mit Anhängern von eng gefassten Sicherheitsstrukturen (Saturn) und Menschen, die sich stark genug fühlten, freie Entscheidungen zu treffen (Jupiter).
In der Opposition von Jupiter zu Pluto im Steinbock stehen wir erneut vor dieser Frage und es ist nun an uns zu erkennen, wie weit wir seitdem gekommen sind, wie unsere aktuellen Antworten darauf mittlerweile lauten und wohin wir gesellschaftlich überhaupt gelangen möchten.
Mit Jupiter im Krebs gilt es dabei, all diese Erkenntnisse am besten aus unserem Gefühl heraus zu gewinnen.
Unserem Leitstern und Glücksstern folgen
Wir tun also gut daran, Jupiters Einladungen auch zu folgen, ihn als unseren Leitstern anzunehmen, denn auch hier wirkt er als Glücksstern, als der er allgemein gilt.
Er weist uns den glücklichen, leichten Weg.
Es wäre also optimal, unsere eigene spirituelle Anbindung und Liebe zum Planeten bewusst mit einzubeziehen, wenn wir daran gehen, unseren Lebensentwurf in die Tat umzusetzen.
Mit dem Leitstern Jupiter wird Leichtigkeit und Glück auf unseren Weg einfließen – was wiederum weiter in unser Umfeld, also in die Gesellschaft fließen kann.
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