Uranus und der Wandel
Uranus ist der Planet des plötzlichen unvorhersehbaren Wandels, der die Dinge abrupt einstürzen lässt, ähnlich dem Turm im Tarot. So machen uns uranische Veränderungen oft Angst, da wir uns ihnen zumeist hilflos ausgesetzt fühlen.
Wenn wir jedoch ein Stück weiter hinter derartige uranische Ereignisse schauen, dann können wir erkennen, dass dabei in den meisten Fällen Strukturen zerstört werden, die uns begrenzen, sodass der Wandel uns letztlich mehr Freiheit bringt. Denn das ist das große Anliegen des Uranus: in die Freiheit zu gelangen.
Wenn nun am 08. April 2025, nach ein paar Monaten des erneuten Aufenthaltes im Widder-Sternenraum, die Ära des Uranus im Widder definitiv zu Ende geht, so können wir erkennen, dass das uranische Streben nach Freiheit durchaus einiges an Heftigkeit zu den Ereignissen der letzten Jahre beigetragen hat. Möglicherweise lässt sich die kommende Zeit des Uranus in den Stier auch erst ganz in ihrer Tragweite einschätzen, wenn wir noch einmal auf die Vorgänge im Widder zurück schauen.
Der Beginn der Uranus-Widder Ära zeichnete sich aus durch die vielfältigsten Überlegungen und Bemühungen, sich und die Menschheit weiter zu entwickeln, so wie es jenem uranischen Freiheitsgefühl auch ganz entspricht. Da Freiheitsbestrebungen jedoch recht individuell ausfallen, zeigte sich eine große Bandbreite an völlig unterschiedlichen Strömungen, darunter auch das, was später pauschal und wahllos als Verschwörungstheorie abgetan werden sollte. Und in ihrer Blütezeit wurden diese Freiheits-Vorstellungen lebendig und kunterbunt über soziale Medien und neue Nachrichten-Plattformen in alle Welt getragen.
Uranisches Freiheitsstreben traf auf rigide Haltungen und Strukturen
Bis zu einem Punkt mitten in dieser Ära, als anscheinend ein Virus und seine Folge-Erscheinungen die Gesellschaften nahezu überall auf unserem Planeten – plötzlich, also sehr uranisch - in eine Art Schockstarre verfallen ließ. Und nicht nur das, es zeigte sich auch eine äußerst auffallende Entwicklung, denn es wurde vielerorts ausnehmend emotional.
Öffentliche Strukturen, aber auch zahlreiche Menschen, die sich in ihren altgewohnten Sicherheiten bedroht fühlten, setzten dem Aufflammen des uranischen Freiheitsgefühls teilweise rigoroses Regulierungsstreben und heftige Ablehnung entgegen. Im Privaten zerbrachen sogar Freundschaften, Risse gingen durch Familien. Bis hin in wissenschaftliche Bereiche wurden Diskussionen um politische Entscheidungen auf einmal fast ausschließlich emotional geführt. Plötzlich gab es kaum mehr Toleranz, vielmehr formten sich unüberwindbare scheinende Fronten und Lager.
Vor allem traten diese Lager in Erscheinung, wenn es um bestimmte gesellschaftliche Themen ging, beispielsweise:
Im Grunde schlichte berechtigte Fragen, deren Klärung prinzipiell im Interesse jedes Einzelnen liegen sollten, jedoch war es in jener Zeit kaum möglich, eine Diskussion über diese Themen zu führen, die nicht in die Nähe eines Zerwürfnisses führte.
Denn zum einen drohte mit der Frage, ob und inwiefern wir unseren selbstgeschaffenen gesellschaftlichen Strukturen trauen können und wollen, so manches Weltbild angekratzt zu werden oder sogar einzustürzen. Zum anderen würde letztlich ein konsequentes Vorgehen auch beachtliche Veränderungen bringen: abgesehen davon, dass wir unser behaglich eingerichtetes Konsum-Leben zu hinterfragen hätten, müssten wir vor allem die Verantwortung, die wir bequemerweise an jene Strukturen abgegeben haben, zu uns zurückzunehmen und in eine Selbstverantwortung wandeln.
Und dies wäre unzweifelhaft, wenn wir es vollkommen konsequent ausführen würden, ein aus dem Stand heraus schier unlösbares Vorhaben.
Uranisches Freiheitsstreben im Stier?
Die widdrige Impulskraft – und damit wahrscheinlich auch das Aufkochen von Emotionen - liegt also nun hinter uns, im Stier kann es ruhiger werden. Und dies tut auch Not innerhalb unserer Entwicklung. Es tut Not, nach heftigen Ausschlägen innerhalb eines Prozesses erst einmal wieder zur Ruhe zu kommen, auch damit das Geschehene angeschaut, noch einmal hinterfragt, verarbeitet und schließlich aus einer anderen Warte erneut besehen werden kann. Die Freiheits-Ideen, die Uranus im Widder aus uns heraus „gepulst“ hat, dürfen nun also in Ruhe betrachtet und auf Machbarkeit und innewohnender Freude geprüft werden.
Diese Möglichkeit bietet uns also Uranus im Stier. Denn hier können wir uns und unseren Freiheitsdrang aus einem engen Erdbezug heraus betrachten und uns eingehend mit seiner Realisierbarkeit beschäftigen. Zudem bietet uns der Sternenraum des Stiers neben der Erdanbindung und Ruhe die besondere Chance, unsere Liebe zur Materie (wieder) zu entwickeln und auch dieser Aspekt kann nun in einem mehrjährigen Prozess mit aufgenommen werden in unsere Vorstellungen von einem freiheitlichen Leben und einer freien Gesellschaft.
Doch bevor Uranus ganz in diese erholsame und förderliche Energie eintaucht, steht er zunächst einmal ein bis zwei Jahre im Einflussbereich der Plejaden, die noch ganz andere Qualitäten auf uns einstrahlen möchten (mehr dazu im Channeling "Uranus im Raum der Plejaden").
Siehe auch „Channeling mit Uranus“
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