Saturn erfreut sich meist nicht einer sonderlichen Beliebtheit, denn seine Botschaft „Schau genau hin!“ wirkt häufig anstrengend und bringt möglicherweise auch das unerlöste saturnische Verhalten in Erinnerung, sich im Prüfzwang oder im übereifrigen Erschaffen von Ordnungen und Strukturen zu verlieren.
Jedoch sind erlöste saturnische Qualitäten für uns sehr wertvoll und nicht weg zu denken aus unserem Leben.
Unser Saturn im Geburtshoroskop entspricht also unserem inneren Prüfer, dem Persönlichkeitsanteil, der uns befähigt, ein Urteil über Situationen, Wesen und Dinge zu bilden, sodass wir einschätzen können, ob etwas gut für uns ist. Oft wird dieser Anteil aber auch, wie oben schon erwähnt, als ständig mahnende Stimme im Hintergrund empfunden, die zeitweise lästig wirken kann. Wenn wir uns allerdings in Saturns Prüfen der Dinge bereitwillig hinein begeben, dann mag er uns auch irgendwann das sichere Gefühl geben: "Nun passt alles!" oder aber eben "Da ist irgendetwas grundsätzlich nicht in Ordnung". Bei einer solchen Herangehensweise kann sehr viel Kraft und Gewissheit von Saturn in unser Leben einfließen.
Saturn und das Leitmotiv
Aktuell ist Saturn, neben Pluto und Jupiter, eine maßgebliche Größe des gegenwärtigen Umbruchgeschehens in der Gesellschaft. 2020, zu Beginn dieser Phase, war Saturn der erste Planet, der in den Steinbock ging, und, nachdem sich auch Pluto, der Planet des radikalen Wandels, in diesen Sternenraum begab, floss Saturns ganzes Gewicht dort in das Festhalten der vorhandenen Strukturen ein, mit dem Ergebnis eines Übermaßes an Regulierungen für uns alle. Selbst der Glücksplanet Jupiter, mit dem sich eigentlich gesellschaftliche Angelegenheiten frei entwickeln möchten, schien völlig gefesselt gegenüber dieser saturnischen Gewalt.
Mit ihrem gemeinsamen Aufenthalt im Steinbock in jenen Krisenzeiten 2020 / 2021 (mehr erfahren „Sensibler Raum des Steinbocks“) formten diese drei Planeten ein Leitmotiv für die nächsten Jahre, das immer noch nichts an Gültigkeit verloren hat:
Offensichtlich ist diese Krise auch noch nicht beendet, wir sind spürbar weiterhin mitten drinnen im Umbruchgeschehen und fühlen uns mitunter auch recht orientierungslos. Auf der Suche nach möglichen richtungsweisenden Anregungen können uns die Wege dieser drei maßgeblichen Planeten jedoch wertvolle Hinweise geben.
Pluto ist weiterhin dabei, für die nächsten 15 Jahre seinen tiefgründigen Wandel im Steinbock durch zu ziehen, indem er bis an den Grund unserer Systeme und Gesellschaften eindringt und alles erschüttert, was unecht und instabil geworden ist. Das Umbruchgeschehen setzt sich also noch längere Zeit fort.
Jupiter, der jedes Jahr den Sternenraum wechselt und somit recht zügig den Tierkreis durchläuft, wurde unser Leitstern und zeigte uns die Jahre hindurch immer wieder, welche Energie wir momentan gerade am meisten für unsere Entwicklung brauchen. Dieses Jahr wird er in die Zwillinge wechseln, wo sich viele Dinge frei und mit Leichtigkeit entfalten können.
Saturn hat, nach den ersten zwei Jahren seines großen Einflusses im Steinbock, nun auch den Wassermann durchlaufen, wo er uns eingeladen hat, all diese Krisen-Geschehnisse für uns noch einmal genau zu prüfen und möglichst zu erkennen, wie viel Freiheit sich jeder Einzelne wünscht und wie viel Struktur er braucht.
Und mehr als alles andere hat er uns während der ersten Umbruchszeit gezeigt, wie sich ein Übermaß an Regulierungen auswirkt, sodass für die meisten von uns klar wurde, dass da „etwas grundsätzlich nicht in Ordnung ist“ und wir ein derartiges Ausmaß an ‚Maßnahmen’ nicht mehr wollen.
Neben den Wegen der drei Planeten des Leitmotivs, die uns im Laufe der Jahre in den aktuellen Wandel hinein führten, gab es jedoch auch andere Konstellationen, die langsam Lösungen erkennen ließen, allen voran Neptun, der sich inzwischen für einige Zeit in seinem eigenen Reich der Fische aufhält und uns dort recht kraftvoll zur gegenseitigen Akzeptanz, zum Miteinander, zur Spiritualität und zur Verbundenheit einlädt.
Und in dieses Reich des Neptuns wechselt nun auch Saturn am 06. April 2025.
Bei astrologischen Veränderungen lohnt es sich immer zu beobachten, aus welcher Konstellation heraus sie entstehen, denn diese Konstellation wird die besagte Veränderung, also beispielsweise den Wechsel eines Gestirns in einen anderen Sternenraum, maßgeblich prägen.
So vollzieht sich der Eintritt Saturns in die Fische am 06. April 2025 aus einem kompletten Fokus auf eben diesen Sternenraum heraus, denn dann befinden sich dort schon sechs andere astrologische Größen. Wir werden also mit Fische-Energie derart überflutet, dass es kaum ein Ausweichen auf diese massive Aufforderung geben wird, uns für die feinstoffliche Welt zu öffnen.
In folgender Abbildung sind die Konstellationen vom 06. April 2025 zu sehen:
Saturn wäre allerdings nicht Saturn, wenn er alles ungeprüft übernehmen wollte. Und so dienen die zwei Jahre, in denen Saturn uns nun selbst mit Fische-Energie bestrahlt, natürlich auch der Prüfung unseres Zugangs zu dieser nicht-sichtbaren Welt und unserer Spiritualität.
Wir alle sind feinstoffliche Wesen und somit ausgestattet mit einer Intuition, die uns prinzipiell große Sicherheit geben kann, wir alle sind im Grunde medial und wir alle haben ein feines Gespür für andere Bewusstseine, für Mitmenschen, für Tiere und Pflanzen. Jedoch haben wir alle in vielen anderen Leben erfahren, wie diese wunderbaren Gaben ausgenutzt wurden, wie wir als Andersartige gefürchtet und gar ausgestoßen wurden und häufig sogar sind wir auf Grund unseres Zugangs zur feinstofflichen Welt ums Leben gebracht worden. Mit anderen Worten, das Leben unserer feinstofflichen Talente ist für uns alle zunächst einmal mit großen Ängsten besetzt und wir haben gelernt, dass wir weitaus besser zurecht kommen, wenn wir sie nicht einsetzen.
So wäre es nun, mit Saturn in den Fischen, eine wunderbare Zeit, für uns zu prüfen, welche Blockaden noch auf diesem Thema liegen, aber auch, wie wir uns - langsam und liebevoll für uns, wieder unseren intuitiven und medialen Talenten annähern können, lernen können, damit umzugehen und sie vielleicht einmal anderen Menschen wieder – angstfrei – zur Verfügung stellen können.
Neben der Wiederentdeckung unserer feinstofflichen Gaben kann uns Saturn auch behilflich sein, Blockaden aufzuzeigen, die verhindern, dass wir uns als diese feinstofflichen Bewusstseine voller Schöpferkraft erleben, die wir eigentlich sind. Es scheint an der Zeit zu sein, dass wir uns als Schöpfer unseres Lebensweges bis in unseren Alltag hinein erfahren.
Nicht zuletzt geht es in den zwei Jahren des Saturns in den Fischen durchaus auch um das Loslassen von überholten Vorstellungen. Denn auch dazu lädt Saturn uns ein: uns zu lösen von überkommenen religiösen Vorstellungen, von Doktrinen irgendwelcher Meister oder anderer, damit sich aus uns selbst heraus unsere ureigene ‚Religio‘, also Anbindung an das Göttliche, (wieder) entfalten kann.
Insgesamt bietet uns also auch Saturn, ähnlich wie unser Leitstern Jupiter, einige wertvolle Chancen an, unsere eigene Entwicklung innerhalb dieses Umbruchs zu anzugehen, optimalerweise sogar bewusst zu gestalten, sodass wir gerüstet sind auf unserem ureigenen Weg und immer mehr in ein für uns liebevolles Umfeld hinein münden.
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