Eine authentische Astrologie der Sternenräume 
 

Neue Perspektiven ab April 2022


Die gefühlte Schwere

Nun war der Winter lang, die Ereignisse im Außen lasteten recht schwer auf uns, wie schon seit vielen Monaten, seit über zwei Jahren, um genau zu sein. Wir haben eine Zeit hinter uns, die so starke Veränderungen in unsere Leben brachte wie selten zuvor. Einige von uns hegen die Hoffnung, dass es wieder so wird wie früher. Eine trügerische Hoffnung, denn, wie schon die Alten wussten: alles fließt und es ist unmöglich, zweimal in denselben Fluss zu steigen, weil das Wasser, das uns umspielte, schon weiter geflossen ist. Leben ist und bleibt Veränderung.

Demnach sollten wir, anstatt uns nach einer (vermeintlich glücklicheren) Vergangenheit zurück zu sehnen, wohl besser auf Veränderungen hoffen, die heraus aus der aktuellen Schwere, aus dieser Last führen.
Glücklicherweise stehen aus astrologischer Sicht durchaus solche Veränderungen an, ein heller Hoffnungsstreifen zeigt sich uns am Horizont! Denn es sind drei verschiedene Bewegungen zu erkennen, die neuen - und für viele - leichteren - Wind ins Geschehen bringen:
Zum einen leert sich der Sternenraum des Steinbock nun zum beginnenden Frühling immer mehr - wir haben ja schon erkannt, dass die Gestirne, die dort durch Pluto mit dem Wandel (mehr erfahren "Pluto und der Wandel") in unserer Gesellschaft konfrontiert werden, starke Auswirkungen zeigen (siehe Mars, mehr erfahren "Mars, der Herr der Kriege").

Zum anderen versprechen uns zwei Orientierungen hin zu den Fischen und auch zum Widder, einen frischen Wind für den Frühsommer.


Wechsel in den Wassermann

Mit dem Wechsel des Planeten Mars am 07.04., verlässt das vorletzte der Gestirne den Einflussbereich Plutos im Sternenraum des Steinbocks. Es findet also eine Verschiebung in die Energie des Wassermanns statt, wobei Venus diesen Raum wenige Tage zuvor schon betreten hat.
Damit entspannt sich die Lage im Steinbock deutlich, das Leitmotiv (mehr erfahren „Das Leitmotiv“) tritt in den Hintergrund und blendet sich für sogar einige Zeit beinahe aus. Der Wechsel in den Wassermann wird wohl generell die starre (steinböckische) Ausrichtung abmildern und es ermöglichen, die Geschehnisse wieder aus einer globaleren, distanzierteren Sicht zu betrachten, was sich jetzt schon durch die weitgehende Rücknahme der Einschränkungen zeigt.
Auch für alle Parteien rund um das Kriegsgeschehen ist dies wünschenswert und es steht zu hoffen, dass sich damit auch die Kriegshandlungen verabschieden bzw. wieder auf eine Verhandlungsebene kommen.
Die deutlichste Erleichterung innerhalb dieser Bewegung in Richtung Wassermann wird sicherlich zu spüren sein, wenn am 29.04. Saturn das erste Mal seit über zwei Jahren den Steinbock verlässt und sich ebenfalls in den Wassermann begibt. Wie wir wissen, steht Saturn für die Aufrechterhaltung der Struktur, der Ordnung und Regeln und wenn nun die öffentliche Ordnung die steinböckische Starre hinter sich lassen kann und im Wassermann auf eine neue freiere Ebene gelangt, wird sich wohl einiges leichter gestalten.
Leider wird der Aufenthalt Saturns nur wenige Wochen dauern, denn Saturn wird im Juni noch einmal rückläufig. Diese Wochen werden uns jedoch einen Ausblick schenken für die Zeit, wenn Saturn zu Jahresbeginn 2023 dann endgültig den Sternenraum des Steinbocks verlässt. In diesem Zeitfenster von Mai bis Juli lässt sich aber recht gut erkennen, inwieweit unsere Gesellschaft mit Saturn im Wassermann wieder einen freieren Fluss erlaubt.


Bewegung in die Fische - ein zweites alles durchdringendes Motiv in der aktuellen Symphonie

Wenn wir die Konstellationen der Gestirne und deren Auswirkungen in unserer Welt als laut tönendes Musikstück, als die beherrschende Symphonie unserer Zeit betrachten, so hat sich die bedeutsame neue Komponente, das Thema der Fische, langsam, aber dramaturgisch gekonnt angekündigt. Mit einer Konjunktion von Sonne und Neptun am 13.03. begann es, kurz darauf ging die Sonne selbst in die Fische. So entstand inzwischen schon ein neues belebendes Thema, das sich mit seiner hoffnungsvollen Melodie über die Leitmusik des Steinbocks gelegt hat - die wie oben schon erwähnt, für eine Zeitlang eher ausgeblendet wird. Und es ist ein gewaltiges Thema, das nun angestimmt wird, denn seine Botschaft, die Aufforderung zur Verbundenheit, wird für gut 14 Jahre eine tragende Rolle in unserer Symphonie spielen.
Einen ersten großen Paukenschlag in diesem Musikstück werden wir erleben, wenn Jupiter am 13. April ebenfalls in die Fische wechselt. Er stimmt uns auf gesellschaftlicher Ebene für ein ganzes Jahr auf Spiritualität und Verbundenheit mit allem ein (mehr erfahren "Jupiter in den Fischen"), denn solange wird sich Jupiter in diesem Sternenraum aufhalten.
Das erste große Crescendo in unserer Symphonie steht am 19.04. an, wenn Neptun nach beinahe 150 Jahren das erste Mal wieder in sein Reich der Fische eintritt. Eine Phase des Neptuns in den Fischen bekommen wir demnach, wenn überhaupt, höchstens einmal im Leben mit. Bei einem solch seltenen und besonderen Geschehen in den Sternen, empfiehlt es sich auch auf persönlicher Ebene achtsam und wahrnehmend zu sein. Denn die Ereignisse, die in den Tagen um den 19.04. für uns in unserem Alltag eintreten, ergeben mit einiger Sicherheit einen Einblick auf unseren inneren Bezug zum Thema der Verbundenheit.
Zwar wird Neptun dieses Jahr ebenfalls noch einmal rückläufig und geht zurück in den Wassermann, aber in den Wochen seines Aufenthalts in seinem Reich wird wohl die große Bedeutung des Fische-Neptun-Themas für die nächsten 14 Jahre für uns erkennbar werden (mehr erfahren "Neptun in den Fischen").
Acht Tage nach Eintritt Neptuns in seinen ureigenen Sternenraum begibt sich auch Venus dort hinein und wir werden das Fische-Thema zudem auch intensiv mit unserer weiblichen annehmenden Seite fühlen können - das  Fische-Motiv wird uns als zarte Melodie von einer Violine vorgespielt.

In den Fischen erwartet uns auch Heilung - Heilung auf Seelenebene. Denn in diesem Raum hält sich schon seit einiger Zeit Chiron, der "verwundete Heiler" auf. Sein Versprechen an uns - noch für einige Jahre - ist, dass wir Heilung unserer Seele erfahren werden, wenn wir uns dem Thema der Spiritualität und Verbundenheit öffnen.


Unsere Ängste

Nun hört es sich ja wunderbar an: neue Ausrichtungen in die Freiheit und die Verbundenheit...

So einfach wird es aber wahrscheinlich nicht in unseren Alltag einfließen, denn kaum lässt der Druck des Umbruchs im Steinbock nach, baut sich ein anderer vehementer Druck auf, uns nun dem Thema des Miteinanders, der Verbundenheit zu stellen. Und nicht jedem von uns wird dies leicht fallen, denn bevor wir in dieses Miteinander kommen, gilt es, eine große Schwelle zu überschreiten. Die unterschiedlichsten Ängste lauern an dieser Schwelle: unsere Furcht, manipuliert zu werden, unsere Ängste vor Krieg oder davor, plötzlich in einem akuten Mangel da zu stehen etc.Vielleicht scheint es einigen sogar, als sei die Welt komplett aus den Fugen und voller Bedrohungen.

Ein kleiner Channelings-Ausschnitt beschreibt, wie wir heilsam mit derartigen Befürchtungen umgehen können:
„…Es sind die Ängste die jetzt aufsteigen und endlich, endlich erlöst werden wollen, denn es müssen diese Dinge jetzt erst erledigt werden, bevor Ihr wirklich weiter gehen könnt. Wenn Menschen Angst vor Krieg haben, so ist es diese Bedrohung, die sie sehr heftig vor Augen haben und wo sie gar nicht auskönnen aus dieser Vorstellung. Und wo der heilsame Schritt nur dahin geht, irgendwann zu erkennen: „Es ist kein Krieg um mich, es ist keine Zerstörung um mich - nur irgendwo gibt es etwas, was man Krieg nennen kann, aber nicht hier. Und wenn ich nicht immer wieder dort hinzuschaue und mich nicht immer wieder von den Nachrichten, die von dort kommen, beeinflussen lasse - und von meinen Emotionen in weitere Ängste treiben lasse -, dann lassen diese Ängste nach, dann kann ich sie auch einmal für einige Zeit vergessen! In diesem Augenblick kann ich auch einmal in eine andere Richtung blicken, wo vielleicht etwas Schönes zu finden ist.“
So könnt Ihr langsam erkennen, dass die Ängste, die Ihr im Außen wähnt, im Außen als akute Bedrohungen fast nicht vorhanden sind, indem Ihr diesen Prozess durchgeht, den wir Euch soeben schilderten, und das Außen vergleicht mit Eurer inneren Angst und Euch die Frage stellt: „Wäre es möglich, dass die Angst, die in mir tobt, in meinem Inneren ist und im Außen so sehr gar nicht als Bedrohung zu finden ist?“
Dies zu erkennen wäre der erste Schritt. Und sich dann immer wieder mit der Realität auseinander zu setzen, ob dies eventuell eine Projektion von Euch sein könnte, oder ob dies im Außen wirklich so ist. Das würden wir Euch vorschlagen.
Vor allem wollen wir Euch allerdings vorschlagen, begebt Euch in die Natur! Denn die Natur hat schon die Schwelle in die neue Zeit überschritten, sie ist schon angekommen, sie ist ganz angekommen und sie ist voll freudiger Erwartung
...“

Willensausrichtungen im Widder

Neben diesen zwei neuen Strömungen, tritt ein weiterer markanter Wechsel in unser Leben: eine Willensausrichtung im Widder.
Eingeläutet wird diese Bewegung von Merkur, der sich am 09.04., wenige Tage vor der Sonne, in den Widder begibt. Die Sonne folgt ihm am 14.04. nach. Mit Sonne und Merkur werden wir mit der Impulskraft des Sternenraums des Widders konfrontiert, denn dieser Sternenraum wird beherrscht von einem Pulsar in der Nähe der Ekliptik (mehr erfahren "Sonne im aktuellen Sternenraum").
Eine Impulskraft, der wir im unerlösten Fall recht haltlos ausgesetzt sein können, wenn wir uns noch von Reizen im Außen zu sehr unreflektierten Reaktionen hinreißen lassen. Im erlösten Fall lässt sich diese intensive Antriebskraft jedoch bündeln und dazu nutzen, die eigene Willensausrichtung nach unseren Herzenswünschen zu formen.
Und dazu fordert uns die auf Mondknotenachse auf, die sich ab dem 12.04. von Skorpion-Stier auf Waage-Widder wechselt.


Die Mondknotenachse

Die Mondknotenachse gibt sowohl Hinweise auf frühere Inkarnationen als auch auf die augenblickliche Ausrichtung der Seele auf ihrem Weg. Denn die Seele bringt einen Korb mit voller Erfahrungen, die sie zu einem ganz bestimmten Bereich gemacht hat. Darin enthalten sind wunderbar erlöste Fähigkeiten, aber auch eine Menge von falschen Glaubenssätzen, Ängsten und Blockaden. Dieser Korb entspricht dem absteigenden oder südlichen Mondknoten und mit diesem Korb macht sich der Mensch nun auf den Weg und fällt immer wieder über die Fallstricke der mitgebrachten Blockaden und Ängste.
Für die indische Astrologie ist der südliche Mondknoten ein Punkt, ein Tor zum Kosmos, an dem wir Dinge, die wir nicht mehr brauchen, loslassen können. Jedoch vorher gilt es, diese Themen, die wir kennen, noch einmal richtig anzuschauen und möglichst aufzuarbeiten, was u.U. mit Schwierigkeiten verbunden ist. Denn die Gefahr besteht, der Anziehung des südlichen Knotens, des Altbekannten und des Mitgebrachten, zu erliegen und dort stecken bleiben. Es braucht also einen Impuls, einen Entschluss, sich zum nördlichen Mondknoten hin zu wenden und dort Orientierung zu suchen.
Dieses gegenüber liegende Zeichen, also der aufsteigende oder nördliche Mondknoten, wird in der Astrologie bezeichnet als "das Tor, durch das der Mensch muss". Denn mit den Qualitäten dieses Zeichens gelingt es ihm, sich seinen Ängsten, Blockaden und überfälligen Glaubenssätzen zu stellen. Im Milieu des gegenüberliegenden Zeichens angekommen, kann er schließlich auch die schon wunderbar erlösten Fähigkeiten aus seinem Korb zum Einsatz bringen und so schließlich ein Gefühl der Erfüllung für sich entstehen lassen.
In der indischen Astrologie ist der nördliche Mondknoten darüber hinaus ein Tor, durch das kosmische Einflüsse in uns einströmen können, sodass neue, noch nie erfahrene Qualitäten uns erreichen. Dies geschieht allerdings erst, wenn wir uns schon weit in das Gebiet des gegenüberliegenden Zeichens hinein begeben haben.


Von der Waage zum Widder

Am 12. April 2022 wechselt die Mondknotenachse ins nächste Zeichen und wir bewegen uns nun als ganze Menschheit von der Waage hin zum Tor des Widders.
Wenn wir vorher mit Themen der Waage beschäftigt waren, dann ging es um den Ausgleich, es ging darum, sich auch einmal in einer luftigen Neutralität heraushalten zu können. Dies verändert sich nun und wir sind aufgefordert, im Widder-Einfluss nachzusehen, welche Impulse in uns wohnen und wohin wir eigentlich unseren Willen ausrichten wollen. Möglicherweise werden wir auch von verschiedenen Seiten zu Entscheidungen gedrängt.


Augenblickliche gesellschaftliche Lage

Viele von uns haben in den letzten Monaten die Erfahrung gemacht, dass wir uns am ruhigsten und am meisten mit uns selbst verbunden fühlten, wenn wir uns heraushielten aus den Geschehnissen, die uns im Außen  in die unterschiedlichsten Turbulenzen und Auseinandersetzungen ziehen konnten. Oder, um es anders zu formulieren, je mehr wir uns mit den aktuellen Kontroversen konfrontiert sahen oder uns auf sie einließen, desto getriebener, unruhiger und emotionaler wurden unsere Gefühle. Am besten kamen wir also bisher zurecht, wenn wir uns genau in der Qualität der Waage befanden: eher luftig distanziert und auf Ausgleich bedacht.
Bislang war es demnach so, dass wir in einer Waage-Qualität "gut gefahren" sind und mit Ruhe und Frieden 'belohnt' wurden mit dieser Einstellung. Dies wird sich wohl langsam ändern, denn mit einer Mondknotenachse von der Waage zum Widder sind wir aufgefordert, unsere inneren Impulse zu erkennen und ihnen möglichst auch zu folgen. Wenn wir jetzt also darauf beharren, weiterhin luftig über alles hinweg gehen zu wollen, so mag es sein, dass wir nicht mehr so "gut damit fahren". Natürlich bedeutet das nicht, dass wir nun ständig uns in alles einmischen und ständig unsere Meinung äußern und durchsetzen sollten. Es fordert uns auf, in uns selbst hinein zu horchen: "Was kann ich neutral betrachten und einfach stehen lassen? Und wo existiert ein innerer Impuls, nun den eigenen Willens zu formulieren?"
Das heißt, wir Menschen haben in dieser Phase der Mondknotenachse Waage-Widder, in der wir uns nun bis Oktober 2023 befinden, insbesondere auch zu lernen, nicht nur jedem geringfügigen Reflex oder Impuls Folge zu leisten, sondern eindeutig zu erkennen, welche Impulse direkt aus dem Herzen kommen. Denn nur ihnen können wir auch vertrauensvoll folgen auf unserem ureigenen Weg.
Angesichts der neuen Konstellationen, die uns sehr ausdrücklich mit dem Fische-Thema der Verbundenheit konfrontieren, stellt uns diese neue Mondknotenachse auf gesellschaftlichem Niveau auch vor die Frage: "Können wir uns nun für ein Miteinander aus vollem Herzen engagieren?" (mehr erfahren "Wir Menschen und die große Frage").

Es ist Zeit, diese Entscheidung im eigenen Herzen zu suchen!


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