Eine authentische Astrologie der Sternenräume 
 

Neptun verlässt die Fische


Ein kurzer Besuch in seinem Reich

Am 09. September hat Neptun die Fische verlassen. Fast fünf Monate hielt er sich nun in den Fischen, in seinem eigenen Reich, auf und es ist durchaus etwas Bemerkenswertes, dies zu erleben, denn Neptun bewegt sich langsam und braucht über 150 Jahre durch den Tierkreis.

Neptun hat uns in diesen Monaten mit einer Energie bedacht, die etwas Besonderes ist, er hat uns nämlich einen Einblick gegeben, wie sich denn die Themen Verbundenheit und Spiritualität für uns gestalten. Diese Themen haben sich uns auch deshalb besonders stark gezeigt, weil sowohl Neptun als auch der Sternenraums der Fische diese Energie ganz speziell ausstrahlen. Generell weisen Neptuns Konstellationen auf der Ebene der menschlichen Gesellschaft auch immer darauf hin, welches Zeitgefühl gerade herrscht, welche kollektiven Träume wir gerade träumen. Und so hat es auch die schon bestehenden kollektiven Träume einer eng verbundenen menschlichen Gemeinschaft weiter genährt.
 

Wassermännisch überdenken

Wenn nun Neptun für einige weitere Monate, genau gesagt bis zum 20.02.2023, zurückgeht in den Wassermann, dann ist es nicht so wie bei manchen unserer Spiele, wo es heißt: "Zurück zum Startpunkt und von vorne anfangen!". Denn wir stehen nicht mit leeren Händen da, sondern haben einige Wochen neptunische Erfahrungen in den Fischen gemacht und können sie nun im Wassermann gründlich verarbeiten. Dazu eignet sich die Energie des Wassermanns außerordentlich gut, denn in seinem Sternenraum werden Erfahrungen lange und umfassend überdacht und innerlich abgewägt.

So können wir also in diesen Monaten, während uns die herrschenden Konstellationen im Unbewussten 'wassermännisch' mit diesen Themen konfrontieren, uns noch mal auch bewusst folgende Fragen stellen:

  • Was hat sich im Frühling und Sommer für uns in unserer Existenz ereignet, das für uns zum Thema der Verbundenheit und Spiritualität gehört?
  • Gab es besondere Erkenntnisse, Durchbrüche, Aha-Momente?
  • Welche Visionen haben wir von einer verbundenen Gemeinschaft und einer Weiterentwicklung der Menschheit?
  • Hat sich unsere Einstellung, unser Gefühl, zu diesem Thema verändert?

Gemeinsam mit Neptun gehen wir also noch einmal zurück und reflektieren all dies in uns, bevor wir dann im Februar permanent für etwa 13 Jahre diesem Einfluss ausgesetzt werden. Und wo wir verstärkt anknüpfen können an die soeben gewonnenen Erfahrungen.


Neptunische Einflüsse - Ängste oder Erfüllung?

Natürlich ist es auch möglich, sich in neptunischen Einflüssen zu verlieren. Von zahlreichen Astrologen wird Neptun deshalb auch eher skeptisch betrachtet, denn für sie bedeutet er vor allem die Gefahr der Illusion, der Sucht und des Sich-Verlierens in unendlichen Weiten. Schließlich ist es auch nicht einfach, sich im Chaos des Unendlichen zurechtzufinden. Auch in diesem Sinne kann es gut sein, noch mal 'wassermännisch' in sich zu gehen.
Doch hinter dem, was für uns an Ängsten und Befürchtungen im neptunischen Reich liegt, steht das große Glück, sich wieder dem Eins-Sein anzunähern und damit den feinstofflichen Räumen, aus denen wir alle kommen. Und es gibt durchaus schon Menschen, die sich in diesem Reich gut zurechtfinden, die in aller Leichtigkeit hinein und hinausgehen können, wechseln können zwischen der feinstofflichen Welt und der feststofflichen.

Auch in den nächsten Monaten sind wir jedoch nicht ohne Fische-Einfluss, denn Jupiter und Chiron verbleiben dort und sorgen dafür, dass in uns weiterhin Sehnsüchte nach einer eng verbundenen, empathischen Gemeinschaft und einer Weiterentwicklung der Menschheit aufblühen können (mehr erfahren "Jupiter in den Fischen").

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