Eine authentische Astrologie der Sternenräume 
 

Jupiter in den Fischen


Am 13.04.2022 wechselt Jupiter vom Wassermann in die Fische und setzt einen weiteren starken Akzent auf den Bereich der Fische: das Bewusstsein der Einheit und die Spiritualität.

Der Sternenraum der Fische

Der Sternenraum der Fische zeigt uns vor allem das Thema des Verbunden-Seins mit ALLEM-WAS-IST. Nun ist viel die Rede von einer 'Verbundenheit', doch wie können wir uns eine Verbundenheit überhaupt vorstellen, wenn wir kein greifbares Gefühl des Einsseins haben?
Ein Beitrag von Vera. F. Birkenbihl  veranschaulicht uns diese Situation sehr verständlich. Das Publikum wurde gebeten, die Finger einer Hand auf ein Papiertuch zu legen, diese Stellen zu markieren und dann Löcher für die Finger auszuschneiden, sodass die Finger durchgesteckt werden können. Vielleicht möchten Sie es auch einmal für sich ausprobieren?
Wenn Sie dann von oben auf die Finger schauen, dann wird deren Verbindung untereinander unter dem Papier völlig verdeckt. So betrachtet, scheint jeder Finger unabhängig von den anderen zu sein und könnte sich selbst als Individuum sehen, als getrenntes Wesen, wenn es auf dem Eindruck beharrt, dass es keine Hand gibt, zu der alle Finger gehören. Sicher ein sehr anschauliches Bild, um in sich wieder ein Gefühl für die verbindende Hand entstehen zu lassen.
Fische im Schwarm haben wohl nie eine solche Erfahrung des trennenden Papiertuchs gemacht, sie wissen nichts von einer Getrenntheit. Und dieser Mangel an getrennten Erfahrungen ist genau das, was den Sternenraum der Fische für viele Menschen sowohl so anziehend, als auch so beängstigend erscheinen lässt. Denn in diesem Sternenraum werden wir quasi hineingeworfen in das Verbunden-Sein mit allem, wir befinden uns im unmittelbaren Kontakt mit dem Chaos des ALLEN-WAS-IST und dort existiert keine Struktur, an der wir uns  festhalten können, dort droht uns vielleicht sogar eine ominöse, beängstigende Auflösung des Ichs!


Illusionen und Chaos
In früheren Zeiten wurden Menschen mit starkem Fische-Einfluss oft nur mit diesem Chaos in Verbindung gebracht, denn laut Astrologen wird ihnen ein Hang zu Suchtproblemen und zerstörerischen Illusionen nachgesagt. Und sicher ist es so: je mehr Ängste eine Seele mitbringt, desto mehr Ängste entstehen im Angesicht des ALLEN-WAS-IST.
Doch inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Wir haben ein Gefühl dafür bekommen, dass wir in diesem ätherischen Reich der Fische auch an unsere Intuition wieder anknüpfen können, möglicherweise sogar an unsere Medialität. Und immer mehr Seelen, finden sich ohne Furcht in diesem großen Chaos zurecht und können ihre ureigenen Gaben der Sensibilität, der Medialität, der Empathie und des Mitgefühls leben, die immer wichtiger werden in unserer Gesellschaft.
Es ist also an der Zeit, dass wir unsere Ängste ablegen, uns hinein wagen in das Reich der Fische, es immer mehr für uns erforschen. - Damit wir uns dort irgendwann einmal sowohl fühlen können wie die Fische im Wasser.


Jupiter in den Fischen

am 13.04.2022 hat sich also Jupiter, der Planet, der wie kein anderer die Gesellschaft repräsentiert und zwar die Seite, die sich frei entwickeln möchte, in den Sternenraum der Fische begeben, nachdem uns die Sonne einige Zeit ‚vorgewärmt‘ hatte für dieses Thema, denn sie hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon vier Wochen lang in diesem Sternenraum aufgehalten.
Jupiter wird sich nun also für ein Jahr in den Fischen befinden, denn auch in seiner Rückläufigkeit vom 28.07. bis 23.11.2022 bleibt er in diesem Bereich. Das bedeutet, sein Thema "das Leben von Gemeinschaften und Gesellschaften" steht für uns in dieser Zeit im Zeichen Neptuns, der Verbundenheit mit allem.

Nun ist es etwas, was wir noch lange nicht leben, wir sehen es an den aktuellen kriegerischen Ereignissen, die auch in den Gesellschaften zwar noch nicht kriegerische, jedoch oft heftige Auseinandersetzungen auslösen (mehr erfahren "Mars, der Herr der Kriege"). Die ständige Uneinigkeit und die mangelnde Bereitschaft, Meinungen erst einmal stehen lassen zu können und, falls erforderlich, einen Konsens zu finden, kennen wir ja schon von den Diskussionen um die Maßnahmen der sogenannten 'Pandemie', die unsere Gesellschaft mehr als alles andere zuvor auseinander gesprengt hat in Teile, die kaum mehr in einen Dialog treten möchten.

Selbst auf der wissenschaftlichen Seite ist dies so: was entspräche mehr einem wissenschaftlichen Vorgehen als sich zusammen zu setzen und zu klären, wie es denn zu solch unterschiedlichen Werten, Schlussfolgerungen und Auffassungen kommt und sie miteinander abzugleichen? Stattdessen wird es allseits vorgezogen, mit emotionalen Effekten und Propaganda zu arbeiten. In der aktuellen Lage scheint es bedauerlicherweise Menschen des öffentlichen Lebens wichtiger, die eigene Meinung als DIE einzige wahre Haltung hinzustellen, als den Dingen tatsächlich gemeinsam auf den Grund zu gehen.
So besehen sind wir also noch weit entfernt von etwas, das wir Verbundenheit nennen könnten, denn wir tun uns in bestimmten Bereichen sehr schwer damit, ins Gespräch zu kommen oder gar aufeinander zuzugehen. Vielleicht wird uns dies im aktuellen Jupiter-Fische-Jahr noch einmal auf der globalen Weltbühne sehr krass präsentiert. Denn auch vorgelebte schlechte Beispiele können uns dahin lenken, unsere Hoffnungen auf ein Miteinander, auf eine tief gefühlte Verbundenheit zu lenken. Sodass wir nach und nach wahrnehmen, wie das Papiertuch im obigen Beispiel von Birkenbihl zusehends Risse bekommt, die verbindende Hand zwischen den einzelnen Fingern erkennbar wird und sich die Finger wieder erinnern können, dass sie als Einheit weitaus bedeutendere Beiträge leisten können.


Abseits vom Mainstream

Etwas verborgen, am Rande des globalen Geschehens, gibt es allerdings auch schon Menschen, die nicht nur davon überzeugt sind, dass wir unsere Probleme nur miteinander lösen können, sondern die sich langsam schon zu einem Gefühl der Verbundenheit vortasten.
Schon vor Jahrzehnten sind Bewegungen entstanden, die sich loslösen vom 'Mainstream' und die mittlerweile schon einige Erfahrungen gesammelt haben in puncto Zusammen-Gestalten und Zusammen-Leben. Meist wurden Kommunen in den 60ern, 70ern belächelt und als merkwürdig empfunden, aber sie entstanden aus dem Bedürfnis heraus, neue Wege des Miteinanders zu finden für das "Age of Aquarius", das im Musical 'Hair' besungen wurde. Mittlerweile wurden schon einige Erfahrungen gesammelt, auf welche Probleme wir dabei stoßen und wie wir mit ihnen umgehen können. Und so viel lässt sich sicher sagen: für ein tatsächlich funktionierendes Miteinander braucht es eine große Aufrichtigkeit und ein starkes Engagement aus dem Herzen heraus.

Generell gesagt beschränkt sich eine Verbundenheit allerdings nicht nur auf menschliches Miteinander. Auch Verbundenheit mit der Natur ist von großer Bedeutung. Und auch da gibt es Bewegungen fernab vom Mainstream, Menschen, die in das Gefühl kommen, dass alles - Tiere, Pflanzen, die Natur insgesamt - von einem Bewusstsein durchdrungen ist, das es jetzt gilt, näher kennen zu lernen. Und so werden wir auch unsere Umweltproblematiken am optimalsten lösen können: in einer liebevollen Verbundenheit mit der Natur und indem wir uns immer mehr vom Profitdenken befreien.

Beim Aufenthalt von Jupiter in den Fischen könnten also diese Bewegungen abseits vom Mainstream zu etwas Neuem aufblühen. Bestehende Gruppierungen erhalten frischen Rückenwind, um sich in ein vertieftes Miteinander zu begeben, und es ist anzunehmen, dass dieser Wind auch zu einem verstärkten Zulauf zu diesen Strömungen führt.


Heilsein in den Fischen mit Chiron

 

Jupiter ist nicht das einzige Gestirn in den Fischen, auch Neptun hat dieses Jahr diesen Sternenraum besucht. Und schon länger befindet sich auch Chiron in den Fischen und verspricht uns Heilsein, wenn wir uns für Spiritualität und Verbundenheit öffnen.

 

Chiron – Sagengestalt und Asteroid

Chiron ist ein Asteroid, dessen Verlauf abwechselnd die Bahnen des Saturns und des Uranus schneidet, und der erst 1977 entdeckt wurde. Sein Thema ist der "verwundetete Heiler". Chiron, in der griechischen Mythologie ein unsterblicher Zentaur, kann mit seinen tödlichen Wunden weder leben noch sterben.

So begibt er sich auf die Suche nach Heilung und sammelt dadurch ein immenses Wissen an. Diese Qualitäten stellt er uns also zur Verfügung, damit wir die Heilung für uns selbst annehmen können und, u.U. in einem zweiten Schritt, uns auch generell dem Thema Heilung und Unterstützung anderer zu widmen.


Unsere seelischen Wunden

Wenn Chiron uns triggert, so ist das zunächst einmal nicht so angenehm, denn dann spüren wir meist erneut unsere Verwundung. Vielleicht brechen schwierige Lebensphasen an, aber mit Chirons Hilfe kann Verständnis für das eigene Leiden und eine innere Klarheit entstehen, die den Heilungsprozess beschleunigt. Eine solche Heilung geschieht Schritt für Schritt und indem wir nicht aufhören, immer wieder hin zu schauen zu den wunden Punkten. Chiron steht an unserer Seite und verleiht uns den Mut dazu.

Befindet sich Chiron in den Fischen (und das dauert noch einige Jahre), so liegen die Heilungs-Möglichkeiten in dem Sich-Öffnen in die spirituelle Ebene. Heilung wird uns aus dem subtilen Bereich geschenkt, wenn wir unser Herz für die Verbundenheit mit allem weit aufmachen. Und Verbundenheit bedeutet nicht nur ein Gefühl, das wir anderen Menschen entgegenbringen, sondern auch eine Verbundenheitsgefühl mit der Natur, mit "Mutter Erde", mit allem bewussten Sein, mit dem ALLEM-WAS-IST.

Ein derartiges entstehendes Einheitsgefühl führt auch dazu, dass sich dieses feinstoffliche Reich der Fische von neuem und in einem größeren Ausmaß für uns erschließt. Wir dürfen wieder unsere Intuition, unsere Eingaben, unsere Feinfühligkeit und unser Mitgefühl mit anderen Wesen stark werden lassen.

Chiron liefert uns das Wissen um etwas Größeres als uns selbst.

Mit ihm können wir uns erinnern an das, was wir wirklich sind: Wesen, die aus der Einheit kommen.


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