Eine authentische Astrologie der Sternenräume 
 

Das Jahr  2022


Mit einem Jahreswechsel ändern sich natürlich nicht abrupt die herrschenden Konstellationen. Jedoch ist wohl immer eine Tendenz auszumachen, welche Grund-Qualität in einem Jahr vorhanden war und welche sich im darauf folgenden Jahr entwickeln wird. Darüber hinaus existieren selbstverständlich ebenfalls langfristige Prozesse, die bleiben und sich manchmal auch über mehrere Jahre hinweg ziehen.


Langfristige Prozesse

Mit seinem Eintritt in den Steinbock im März 2020 hat Pluto den Auftakt gegeben für 20 Jahre tiefgründige Wandlungsarbeit im Steinbock. Pluto ist der große Wandler unter den Gestirnen: bei Veränderungen, die er mit sich bringt, begnügt er sich nicht damit, lediglich an der Oberfläche zu kratzen. Und vor allem im Steinbock, dem Meister der erdhaften Verankerung, hat er begonnen, tiefe Furchen in unserer Erde zu graben und alles zu großen Erdschollen umzuwälzen, auf eine langsame, stetige, geduldige, aber dennoch radikale Art, wodurch sich das Leben der meisten von uns jetzt schon stark gewandelt hat (mehr erfahren "Pluto und der Wandel").

Zwei weitere Protagonisten, die sich viele Monate mit Pluto im Steinbock aufhielten, lieferten ihm und uns die Thematik, die Leitmusik, dazu:   

Jupiter, der freie Fluss der Gesellschaft und Saturn, der Meister der Ordnungen und Strukturen. Bei Plutos Wandel geht es also darum, heraus zu finden, wie wir eine zukünftige Gesellschaft gestalten wollen, wie viel freien Fluss wir brauchen und wie viel Ordnungen und Regeln. Genau das, was uns das öffentliche Leben und die aktuellen Auseinandersetzungen in der Gesellschaft der letzten Monate also spiegelte: mit einem weltweit nie dagewesenen Ausmaß an Verordnungen und Beschränkungen - sodass niemand mehr wusste, was am nächsten Tag nun gültig sein würde. Dem gegenüber die Frage, ob nicht ein Vertrauen in den freien Fluss uns grundsätzlich weiter bringen kann. Es geht also darum, herauszufinden, was wir als eine angemessene Mischung aus freiem Fluss und Ordnung empfinden.

Während die Sonne mit ihren Begleitern Merkur und Venus seit März 2020 zweimal durch den Jahreskreis zog, setzten wir - und unser Planet Erde - uns mit dieser Thematik, mit dieser Leitmusik, auseinander und die Gestirne zeigten uns mit ihren Konstellationen weitere Aspekte dieser Themen-Landschaft auf. Beispielsweise brachte das markante Quadrat Uranus – Saturn, das das Jahr 2021 prägte, da es dreimal stattfand, auch Uranus und unser Freiheitsgefühl mit ins Spiel: bei wie viel Regeln und Beschränkungen schwindet denn unser Gefühl von Freiheit so, dass wir es empfindlich spüren?

Dieses Leitmotiv, die Komposition von Pluto, Saturn und Jupiter wird bestehen bleiben in den nächsten Jahren, wahrscheinlich sogar die ganzen 20 Jahre, die Pluto sich im Steinbock aufhält. Ausgehend von der strengen und engen Ur-Konfrontation des Winters 2020 / 2021, in dem bis zu sechs Gestirne sich im Steinbock aufhielten - was uns eine extreme Starre erleben ließ - werden nun mit dem Weiterziehen der Gestirne immer neue Aspekte zur Leitmusik auftauchen und uns immer neue Erkenntnisse zu diesem Thema bescheren (mehr erfahren "Das Leitmotiv"). Selbst zwei der Hauptprotagonisten, Jupiter und Saturn werden sich nun auf die Reise, weiter durch den Tierkreis, begeben, sodass das entstandene Thema aus einer anderen Warte auf uns wirken kann.

Wie stark diese langfristigen Konstellationen und Prozesse uns jedoch grundsätzlich beeinflussen, zeigt der Eintritt des Planeten Mars in den Steinbock, zwei Tage nach offiziellem Kriegsbeginn zwischen Russland und der Ukraine (mehr erfahren "Mars der Herr der Kriege").


Neue Perspektiven ab April 2022

Eine lange Zeit hat uns das Leitmotiv von Pluto, Saturn und Jupiter (mehr erfahren "Das Leitmotiv") nun begleitet und unser Leben mit völlig neuen Situationen, Ängsten und Dramen auf den Kopf gestellt. Nun haben wir schon erkannt, dass es dabei um den Wandel unserer Gesellschaft geht und dass es sehr langfristige Prozesse sind. Pluto wird sich 20 Jahre im Steinbock aufhalten, wird nun auch diese Schwere des Wandlungsdrucks  jahrelang auf uns lasten oder zeigen sich neue Elemente?

Astrologisch gesehen gibt es im Frühjahr 2022 nun drei neue Ausrichtungen, die dieses Leitstück für eine Zeit ausblenden und wahrscheinlich regelrecht übertönen werden. Und es sind durchaus hoffnungsvolle und zukunftsweisende Konstellationen! Die zwei markantesten Bewegungen sind der Eintritt Neptuns in sein Reich am 19.04., in den Sternenraum der Fische (mehr erfahren "Neptun in den Fischen") und der Wechsel Saturns in den Wassermann, wodurch zunächst nur noch Pluto im Steinbock verbleibt. Von dieser Seite her wird demnach ein erhebliches Gewicht aus dem Wandlungsdruck genommen.

Werden uns also die kommenden Monate eine Zeit der Erholung und des Ausblicks auf weitere leichtere Zeiten bringen (mehr erfahren "Neue Perspektiven ab April")?


Jupiters Reise

Jupiter hat schon Ende November 2021 mit seiner Erfahrungsreise begonnen, indem er den Steinbock endgültig für die nächsten 12 Jahre verlassen hat. Damit hat er sich zunächst einmal seiner steinböckischen Fesseln entledigt, denn in diesem Sternenraum sind Jupiters Qualitäten stark gehemmt. Auf seiner weiteren Reise durch den Tierkreis, können diese intensiven Erfahrungen im Steinbock also aus anderen Warten überdacht und integriert werden. Ein halbes Jahr hat er sich nun im Wassermann aufgehalten, wodurch an uns die Frage gestellt wurde, wie es denn nun mit den gesammelten Erfahrungen weiter gehen kann mit der Entwicklung unserer Gesellschaft, wie können wir sie in einer wohltuenden Freiheit leben?

Mit dem Eintritt in den Sternenraum der Fische am 13. April, spiegelt er uns für ein ganzes Jahr das Thema, wie wir in einer Gemeinschaft Verbundenheit erfahren und leben können (mehr erfahren "Jupiter in den Fischen").


Saturn folgt langsam nach

Saturn hält sich noch etwas in seinem Reich, dem Steinbock, auf, er wird erst zu Beginn 2023 diesen Sternenraum endgültig verlassen. Doch schon ab April 2022 lässt auch er sich für drei Monate ein wenig frischen Wind um die Nase wehen im Wassermann, um dann am 12. Juli noch einmal für einige Monate zurück zu kehren in sein Reich und uns ein weiteres Mal Steinbock-Energie bescheren (mehr erfahren "Saturn zurück im Steinbock").


Der Tanz der Sonne mit ihrem Gefolge

Die Sonne ist in unserem Geburtshoroskop ein wichtiges Kriterium. Sie beschreibt nämlich unseren Wesenskern, unser zentrales Sein, um das sich Veranlagungen, Charaktereigenschaften und Qualitäten - wie die Planeten um die Sonne - gruppieren.

01.01.2022 00:00 Uhr

Und obwohl wir Menschen alle so unterschiedlich sind, wie auch unsere Horoskope alle völlig verschieden sind, so wird in jedem von uns dieser Wesenskern vom realen aktuellen Stand der Sonne in einem vergleichbar starken Maß beeinflusst. Der Sternenraum, in dem die Sonne gerade steht, zeigt uns also das Milieu, die Atmosphäre, in der wir uns alle gerade aufhalten. Insofern folgen wir mit unserem Sein der Sonne durch den Jahreskreis – und können unsere Themen in der Energie des  jeweiligen Sternenraums anschauen und bearbeiten.

Und mit der Sonne bewegen sich ihre ständigen Begleiter, Merkur und Venus, an ihrer Seite wie in einem stetigen Tanz. Manchmal schickt die Sonne einen oder auch beide dieser Begleiter voraus, um das Terrain zu erkunden. Manchmal stehen sie mit ihr gleichauf und manchmal folgen sie ihr nach (mehr erfahren "Der Tanz der Sonne").


Unser Planet Erde

Bei einer astrologischen Deutung werden im Allgemeinen alle bekannten Planeten des Sonnensystems berücksichtigt, unser eigener Planet Erde allerdings nicht. Dabei hat auch die Erde unleugbar eine spezifische Ausstrahlung und vor allem laufen auf ihr starke Prozesse der Veränderung und Entwicklung ab, in die wir Menschen in den letzten Jahrhunderten stark eingreifen.

Jedoch bestehen durchaus Möglichkeiten, Näheres über die 'Befindlichkeit' unserer Mutter Erde zu erfahren und in eine astrologische Vorausschau mit einzubeziehen (mehr erfahren "Unser Planet Erde").


Wir Menschen und die große Frage

Kollektive Prozesse der Menschheit entstehen immer wieder im Einfluss einzelner Konstellationen, so wie auch die aktuelle Krise ihren Anfang nahm mit dem Eintritt Plutos in den Steinbock.

Andererseits haben kollektive Prozesse wiederum Einfluss auf die Situationen, denen die Erde ausgesetzt ist. Es bestehen also einige Wechselwirkungen zu unseren menschlichen Vorgehen und der Befindlichkeit der Erde.

Im Laufe des kommenden Jahres zeichnet sich - auch durch den Wechsel der Mondknotenachse (zu Waage → Widder) - ab, dass wir persönlich vor eine bedeutende Entscheidung gestellt werden, auf individueller, aber auch kollektiver Ebene (mehr erfahren "Wir Menschen und die große Frage").


Uranus - wie viel Freiheit(-sgefühl) brauchen wir?

Zu Jahresbeginn 2022 stehen wir immer noch unter dem Einfluss des vorherigen Jahresthemas, dem Quadrat Uranus – Saturn („Freiheit gegen Ordnungen“), das dreimal stattfand und das zu einer Vielzahl von Protesten weltweit beigetragen hat - von Menschen, deren Freiheitsgefühl abhanden kam in dem Wust an Regulierungen, die von staatlicher Seite eingeführt wurden.

Diese Thematik wird natürlich auch noch weiterhin eine Rolle spielen, denn das Lieblingsthema des Uranus, die Freiheit, ist eng verwoben mit dem Leitmotiv von Pluto – Saturn – Jupiter. Und die Frage: „Wo möchten wir nicht auf unsere Freiheit, unser Freiheitsgefühl verzichten?“, bleibt weiterhin für jeden Einzelnen wichtig (mehr erfahren "Uranus - wie viel Freiheit brauchen wir?").