Eine authentische Astrologie der Sternenräume 
 

Mondknoten-Achse Jungfrau - Fische


Die Mondknoten-Achse ist in der Astrologie etwas, das sehr vielfältig gedeutet werden kann und auch wird. In einer umfassenderen Betrachtung lässt sie sich interpretieren als übergeordneten Plan einer Seele, den sie während ihrer Lebensspanne gehen möchte, nämlich von einer Qualität aus kommend hin zur komplementären Qualität. Und somit hat die Mondknoten-Achse nicht nur mit der jetzigen Inkarnation zu tun, denn die einzelnen Mondknoten-Achsen, die Seelen für ihre Inkarnationen wählen, ziehen quasi die große Trasse ihrer Entwicklung über viele Leben nach.


Der südliche Mondknoten

Für die indische Astrologie ist der südliche Mondknoten ein Punkt, ein Tor zum Kosmos, an dem wir Dinge, die wir nicht mehr brauchen, loslassen können.
Auch in der westlichen Astrologie liegt eine ähnliche Interpretation vor, denn dort gibt es das Bild des Korbes, den eine Seele mitbringt in dieses Leben, einen Korb voller Erfahrungen, die sie zu einem ganz bestimmten Bereich gemacht hat. Darin enthalten sind wunderbar erlöste Fähigkeiten, aber auch eine Menge von falschen Glaubenssätzen, Ängsten und Blockaden. Dieser Korb entspricht dem absteigenden oder südlichen Mondknoten – wobei das Zeichen letztlich sogar wie ein Korb gesehen werden kann.
Mit diesem Korb macht sich der Mensch nun auf den Weg und fällt immer wieder über die Fallstricke der mitgebrachten Blockaden und Ängste. Zudem besteht die Gefahr der Anziehung des südlichen Knotens, des Altbekannten und des Mitgebrachten, zu erliegen und dort stecken bleiben.

Es braucht also sowohl einen Entschluss, sich von dem, was nicht mehr benötigt wird, vollständig zu trennen – es in den Kosmos abzugeben, wie die Inder es sehen - als auch einen Impuls, sich zum nördlichen Mondknoten hin zu wenden und dort Orientierung zu suchen.



Der nördliche Mondknoten

Dieses gegenüber liegende Zeichen, also der aufsteigende oder nördliche Mondknoten, wird in der westlichen Astrologie gesehen als "das Tor, durch das die Seele muss". Solange wir im südlichen Mondknoten mit unserer „Korbschau“ beschäftigt sind, haben wir noch keinen Eindruck davon, was dieser nördliche Mondknoten-Punkt für uns bedeuten kann. Es ist, als ob wir über eine hohe Brücke gehen müssten, die uns zunächst den Blick auf die andere Seite verwehrt. Erst im Milieu des gegenüberliegenden Zeichens angekommen, können wir das Anziehende dieser Seite erkennen und oft ist es erst dann so, dass wir die schon wunderbar erlösten Fähigkeiten aus unserem mitgebrachten Korb zum Einsatz bringen können und so schließlich ein Gefühl der Erfüllung für uns entstehen lassen.

In der indischen Astrologie ist der nördliche Mondknoten darüber hinaus ein Tor, durch das kosmische Einflüsse in uns einströmen können, sodass neue, noch nie erfahrene Qualitäten uns erreichen. Dies geschieht allerdings erst, wenn wir uns schon weit in das Gebiet des gegenüberliegenden Zeichens hinein begeben haben.

 


Aktuelle Mondknoten-Ausrichtungen

Die obigen Betrachtungen beziehen sich natürlich hauptsächlich auf die Mondknoten-Achse im persönlichen Geburtshoroskop. Im Laufe unseres Lebens werden wir aber auch immer wieder mit aktuellen Mondknoten-Ausrichtungen konfrontiert, die wir alle gemeinsam durchlaufen. Auf diese Weise wirken die einzelnen Ausrichtungen immer wieder auf uns ein und können mit der Zeit immer tiefer erfahren werden. Zum anderen gestaltet die im Tierkreis rückläufige  Bewegung der Mondknoten-Achse durchaus auch den aktuellen Zeitgeist mit:


Von der Jungfrau in die Fische

Am 30. Oktober 2023 wechselt die Mondknoten-Achse ins nächste Zeichen und wir bewegen uns nun als ganze Menschheit von der Jungfrau hin zum Tor der Fische.
Es ist eine Zeit für uns alle, zu überprüfen, was wir an Strukturen und Strukturdenken (südlicher Knoten in der Jungfrau) nicht mehr brauchen und loslassen möchten, damit wir mit leichterem Gepäck uns aufmachen können zu den Fischen, in die Verbundenheit und Spiritualität Neptuns.

Damit fördert die Mondknoten-Achse weiterhin die aktuellen Akzente – vorher im Widder bestärkte sie das große Entscheidungsjahr von Jupiter, nun in den Fischen zeigt sie uns an, wohin es bei unseren Entscheidungen gehen soll.

Zu Beginn des Jahres 2023 ist Neptun eingetreten in sein eigenes Reich, die Fische, ein Ereignis, das nur alle 150 Jahre stattfindet. Neptun erinnert uns daran, dass der Weg der Weiterentwicklung der Menschheit nur in einem spirituellen und möglichst empathischen Miteinander erfolgen kann (mehr erfahren "Neptun betritt sein Reich"). Auch Chiron zeigt uns gerade in den Fischen, dass dort unsere größten aktuellen Heilungschancen bestehen .

Wenn wir also bislang ganz gut gefahren sind in der Jungfrau mit einem verstandesmäßigen Abwägen und einer eher unbeweglichen Ruhe oder vielleicht sogar Starrheit in unseren Einstellungen, so werden wir jetzt eines Besseren belehrt, denn diese anderthalb Jahre der Mondknoten-Ausrichtung fordern uns auf, derartiges jungfräuliches Struktur- und Sicherheitsdenken über Bord zu werfen und uns quasi mit viel Gefühl in unsere Spiritualität, in das große Chaos des ALLEN-WAS-IST zu begeben.
Denn wenn wir darauf beharren, weiterhin alles mit zögerlichen Jungfrau-Methoden zu regeln, so werden wir sicher nicht mehr allzu "gut damit fahren". Das bedeutet sicher nicht, dass wir nun unsere mentalen Überlegungen gar nicht mehr brauchen, es ist nur so, dass wir uns keinesfalls ausschließlich von ihnen weiter leiten lassen sollten.


Leiten lassen sollten wir uns von einem großen inneren Ja zum eigenen Weg, 

 

zur Verbundenheit mit allem und 

dem Entdecken der eigenen göttlichen Kreativität.