Eine authentische Astrologie 
 

Eine authentische Astrologie



Die Faszination der immensen Weiten

Unter dem Sternenhimmel zu liegen und sich einfach treiben zu lassen, kann eine mystische Erfahrung sein, bei der wir uns als ein Teil dieses überwältigenden Ganzen begreifen können. Und in einem solchen Gefühl liegt der Gedanke nahe, dass wir Menschen und alle Wesen auch von diesen gigantischen Kräften des Weltalls beeinflusst werden.


Astronomie und Astrologie und ihre Spaltung

Aus diesem Eindruck heraus entstand wohl vor Urzeiten die Sternenkunde, die älteste belegte Wissenschaft in unserem Kulturraum. Und die Sternenkunde blieb bis zu Zeiten von Galilei eine der bedeutendsten einheitlichen Lehren, bei der kein Eingeweihter daran dachte, an einer Einwirkung der Gestirne zu zweifeln (Mehr erfahren). So war auch jeder Astronom in der Lage, Horoskope zu erstellen, auch Galileo tat dies.
Erst im Laufe der letzten 400 Jahre, im Zuge der zahlreichen neuen Entdeckungen am Sternenhimmel, hat sich aus der Sternenkunde eine Astronomie abgespalten, die alle neuen Erkenntnisse in sich integrierte, jedoch nicht mehr an den Einfluss der Gestirne glaubte, Und eine Astrologie, die an ihren von alters her geprägten Strukturen und Ansichten festhielt und neue Forschungsergebnisse weitestgehend ignorierte. So verlor sie berechtigterweise immer mehr den Anspruch der Wissenschaftlichkeit.


Der bedeutendste Unterschied

Der bedeutendste Unterschied zwischen Astrologie und Astronomie ist, dass die aktuelle abendländische Astrologie mit einem Stand der Gestirne rechnet, der vor über 2000 Jahren eingefroren wurde und nicht mehr den tatsächlichen astronomischen Gegebenheiten entspricht. Das bewirkt, dass sicher die überwiegende Mehrheit der westlichen Menschen von sich glaubt, dass sie in einem bestimmten Sonnenzeichen geboren wurde, dem die tatsächliche astronomische Stellung der Sonne aber nicht entspricht. So stand bei den meisten Menschen mit astrologischem Sonnenzeichen Steinbock die Sonne bei ihrer Geburt tatsächlich im Schützen. (Welches Sonnenzeichen habe ich? Mehr erfahren).


Welches Phänomen steckt dahinter?

Die Erde bewegt sich auf ihrer Bahn wie ein Kreisel trudelnd (Präzession), sodass sich, alle 2500 Jahre in etwa, der Frühlingspunkt, also der Moment der Frühlings-Tagundnachtgleiche, in einem anderen Sternzeichen befindet.

Im Gegensatz zur indischen Astrologie beharrt die abendländische Astrologie auf einem Stand der Erde von vor über 2000 Jahren und integrierte diese Verschiebung des Frühlingspunktes nicht in ihr System. Mittlerweile hat sich der tatsächliche (siderische) Frühlingspunkt schon um etwa 23° 51‘ weiter bewegt in das Sternzeichen der Fische hinein, während für die Astrologie der Frühlingspunkt unverändert bei 0° Widder liegt, immerhin schon fast eine Diskrepanz von einem ganzen Sternzeichen!


Kann auch ich etwas am Himmel überprüfen?

Nun ist es schwierig, mit eigenen Augen festzustellen, in welchem Sternzeichen sich die Sonne gerade im Moment befindet, denn in ihrem hellen Licht können wir keine Sterne wahrnehmen. Allerdings ist es möglich, dies mit einem Planeten für sich nachzuvollziehen. Jupiter, Mars und auch Saturn sind recht klar zu erkennen, wenn sie am Himmel erscheinen. Anhand von Sternenkarten kann jeder, der das möchte, das Tierkreiszeichen identifizieren, in dem der jeweilige Planet steht. Diesen Stand nun mit der angeblichen astrologischen Stellung zu vergleichen, ist in Zeiten des Internets letztlich sehr einfach.


Was bedeutet diese Differenz für den Einzelnen?

In einem individuellen Horoskop bleibt vieles Grundsätzliche bestehen, denn die Beziehung der Gestirne, also die Konstellationen untereinander und die Art der Verbindung ändern sich nicht, Sie liegen nur meistens (nicht jedes einzelne) in einem anderen Sternzeichen und weisen also andere Qualitäten auf.
Für die Mehrheit der westlichen Astrologiefans bedeutet es, dass ihr Sonnenzeichen ein anderes wird, ebenso ihr Aszendent, die 'Färbung' der Gestirne und die Häuser, also die Themenbereiche ihres Lebens. Dies sind sehr wichtige betroffene Kriterien, weil wir vor allem im Aszendenten unsere besonderen Talente und Gaben entdecken können und selbstverständlich sind diese völlig unterschiedlich von einem Sternzeichen zum nächsten. Denn ein Mensch, der versucht, seine Gaben im Widder zu entdecken, während er eigentlich einen Fische-Aszendenten hat, wird diese Talente im Widder vielleicht verzweifelt suchen, aber dort keinerlei wahrhaftige Hinweise für sich entdecken und u.U. in eine große Verwirrung geraten. Auf diese Weise wird der Weg, den seine Seele für ihn entworfen hat, sicherlich kaum zu finden sein. Mehr erfahren.


(K)ein Wassermann-Zeitalter?

Die aktuelle Phase der Entwicklung, in der sich die Menschheit auf den Weg macht in ein neues Zeitalter, in dem vieles auf seine Wahrhaftigkeit geprüft wird, lädt dazu ein, die Lehre der Astrologie wieder der Astronomie anzunähern. Der wichtigste Schritt in diese Richtung ist, die Verschiebung des Frühlingspunktes in die astrologischen Deutungen zu integrieren und somit den astrologischen Stand der Gestirne wieder nach ihrer tatsächlichen astronomischen Stellung auszurichten.

In all dieser Verwirrung, die um Astronomie und Astrologie entstanden ist, ist besonders ein Phänomen erstaunlich:

Da die Astrologie den Stand des Frühlingspunktes bei 0° Widder eingefroren hat, würde es ein Wassermann-Zeitalter gar nicht geben können. Denn in dieses Zeitalter treten wir ein, wenn der Frühlingspunkt sich durch das Zeichen der Fische hindurch bewegt hat und 29° Wassermann erreicht – was mit der jetzigen Astrologie ja nicht möglich ist. Paradoxerweise berufen sich in diesem Fall die Astrologen auf die Astronomie und den astronomischen Stand des Frühlingspunktes.

Ausschließlich nach den Richtlinien der konventionellen Astrologie zufolge würden wir also niemals in das Wassermann-Zeitalter kommen!